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Treffen in Metz: Merkel und Hollande einig bei Flüchtlingspolitik
International 07.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Treffen in Metz: Merkel und Hollande einig bei Flüchtlingspolitik

Die deutsche Bundeskanzlerin und der französische Staatspräsident setzen auf Einigkeit.

Treffen in Metz: Merkel und Hollande einig bei Flüchtlingspolitik

Die deutsche Bundeskanzlerin und der französische Staatspräsident setzen auf Einigkeit.
Foto: AFP
International 07.04.2016 Aus unserem online-Archiv

Treffen in Metz: Merkel und Hollande einig bei Flüchtlingspolitik

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Schulterschluss in Metz: Kanzlerin Merkel und Präsident Hollande demonstrieren nach Wirren in Flüchtlingsfragen nun Gemeinsamkeit. Dazu soll Europa seine Grenzen sichern.

(dpa) - Nach Irritationen der vergangenen Monate setzen Berlin und Paris auf Einigkeit in der Flüchtlingspolitik. Bundeskanzlerin Angela Merkel  und Frankreichs Präsident François Hollande zeigten sich am Donnerstag in Metz bei den deutsch-französischen Regierungskonsultationen demonstrativ geschlossen. Europa müsse „so schnell wie möglich zu Schengen zurückkommen“, betonte Hollande. Merkel verwies darauf, dass eine sichere europäische Außengrenze Grundlage sei für die Integration von Flüchtlingen in Europa.

Auch mit Blick auf mögliche neue Flüchtlingsbewegungen über das Mittelmeer setzen beide Politiker auf eine Stabilisierung der Lage in Libyen. Das Land könne ins Chaos stürzen und Schleusern Möglichkeiten eröffnen, tausende Menschen in Gefahr zu bringen, sagte Hollande. Der neuen Regierung in Libyen werde Unterstützung zugesichert.

Eine von Islamisten dominierte Schattenregierung in der libyschen Hauptstadt Tripolis hatte am Dienstagabend zugunsten einer von den Vereinten Nationen vermittelten Übergangsregierung aufgegeben. Einer der Hauptfluchtwege nach Europa führt über Libyen. Es ist gleichzeitig der gefährlichste Fluchtweg. Viele Menschen sind auf dem Weg über das Mittelmeer ertrunken.

"Fluchtursachen bekämpfen"

Mit Blick auf die Ägäis sagte Merkel, wenn ein schmales Meeresstück zwischen zwei Nato-Staaten von Schleppern und Schmugglern beherrscht werde, „dann macht es sich auch schlecht, über langfristige Mechanismen“ zur Verteilung von Flüchtlingen zu reden. Europas Antwort auf die Flüchtlingskrise dürfe aber nicht nur Abschottung sein. „Europas Antwort muss heißen, Fluchtursachen bekämpfen, Europas Antwort muss heißen, etwas zu tun für die Friedensprozesse.“

Integration verbessern

Auch beim Thema Integration wollen beide Länder enger zusammenarbeiten. „Wir können nur gemeinsam besser werden“, sagte Merkel. Zusammen mit Hollande nahm sie einen Bericht entgegen, der unter anderem die Schaffung eines deutsch-französischen Integrationsrates vorsieht. Das Thema hat durch die Ankunft Hunderttausender Flüchtlinge in Deutschland neues Gewicht gewonnen.

Das Papier wurde von der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault vorgelegt. Es listet zahlreiche Bereiche auf, in denen die beiden Länder voneinander lernen sollen - von Bildungschancen für Flüchtlinge bis hin zum Kampf gegen Radikalisierung. Kramp-Karrenbauer sagte, die Länder hätten zwar verschiedene Einwanderungsgeschichten, stünden aber vor den gleichen Herausforderungen.


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