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Trauerfeier in Genua beginnt mit Applaus
International 6 18.08.2018

Trauerfeier in Genua beginnt mit Applaus

Angehörige und weitere Trauergäste bedanken sich bei den Helfern.

Trauerfeier in Genua beginnt mit Applaus

Angehörige und weitere Trauergäste bedanken sich bei den Helfern.
Foto: AFP
International 6 18.08.2018

Trauerfeier in Genua beginnt mit Applaus

Messe findet mit großer Anteilnahme und Zuspruch für die Helfer nach der Katastrophe statt. Politiker und Fußballer sind anwesend.

(dpa/KNA) - Bei der Trauerfeier für Opfer des Brückeneinsturzes von Genua haben die versammelten Gäste Regierungspolitiker und Fußballer - ebenso wie alle Helfer des Zivilschutzes - mit großem Applaus begrüßt. Die Spieler der beiden örtlichen Serie-A-Teams, CFC Genua und Sampdoria, konnten an den Feierlichkeiten am Samstagvormittag teilnehmen, weil die italienische Fußball-Liga ihre für das Wochenende geplanten Spiele nach dem Unglück verschoben hatte.

Besonders warm wurden auch Innenminister Matteo Salvini von der rechten Lega, der Chef der Fünf-Sterne-Bewegung und Minister für Wirtschaftliche Entwicklung, Luigi Di Maio, sowie Präsident Sergio Mattarella empfangen. Vor Beginn der Zeremonie hatte Mattarella mehrere Minuten mit den Angehörigen der Opfer gesprochen.

An dem Staatsakt in der Genueser Messehalle nahmen nur die Angehörigen von 19 Toten teil, ein weiteres französisches Opfer war kurz zuvor noch aufgebahrt worden. Die übrigen Angehörigen wollten sich privat in ihren jeweiligen Heimatorten von den Verunglückten verabschieden. Sie begründeten dies mit Wut und Enttäuschung über mutmaßliches Versagen des Staates und den Reaktionen einiger Politiker. Bereits am Morgen waren vier junge Männer in Torre del Greco bei Neapel beigesetzt worden.

„Auf Genua schaut derzeit die ganze Welt, in einer großen Umarmung aus Emotionen, Zuneigung und Erwartung“, sagt Genuas Erzbischof, Kardinal Angelo Bagnasco. Jedes menschliche Wort, so aufrichtig es auch sei, verblasse vor dieser Tragödie. Keine Rechtsprechung könne das Verlorene zurückgeben.

Der  Samstag ist in Italien zu einem Staatstrauertag erklärt worden. Zudem haben die Behörden über die Provinz Genua einen zwölfmonatigen Ausnahmezustand verhängt. Regierungschef Giuseppe Conte teilte mit, ein Verfahren zum Entzug der Konzession für den Autobahnbetreiber Autostrade sei eingeleitet. Auch wenn die örtlichen Behörden bisher keine mögliche Ursache ausschließen, gilt es als wahrscheinlich, dass sich Seilaufhängungen und Pfeiler gesetzt haben.


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