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Tote bei Massenschießerei in Florida
International 1 3 Min. 26.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Tote bei Massenschießerei in Florida

Tote bei Massenschießerei in Florida

AFP
International 1 3 Min. 26.08.2018 Aus unserem online-Archiv

Tote bei Massenschießerei in Florida

Eric HAMUS
Eric HAMUS
Erneut sind in den USA bei einer Massenschießerei mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Dutzende wurden verletzt. Dieses Mal ereignete sich der Angriff bei einem Spieleturnier in Jacksonville im US-Bundesstaat Florida.

Wieder mussten in den USA die Sicherheitsbehörden eine Warnung über Twitter herausgeben, wieder werden mehrere Menschen getötet. Und wieder einmal ereignet sich die Tragödie im US-Bundesstaat Florida, genauer gesagt in Jacksonville am St. Johns River, kaum 30 Kilometer westlich von der Atlantikküste. Noch während das Land am Verlust der Polit-Ikone John McCain nagt, geht die Mitteilung der Polizei von Jacksonville unter die Haut. „Mass Shooting“, eine Massenschießerei, twittert das Sheriffbüro gegen 14 Uhr Ortszeit. Man soll die Gegend ums Jacksonville Landing unbedingt vermeiden. „BLEIBEN SIE WEG!“, warnen die Behörden in Großbuchstaben.

In den ersten Minuten herrscht Verwirrung. Doch dann die ersten Meldungen: Ein oder mehrere Unbekannte hätten in einer Sport-Bar im beliebten Ausgehviertel rund ums Stadion der Jacksonville Jaguars das Feuer eröffnet und auf Anwesende geschossen. Rund um das Lokal herrscht Chaos. Besucher flüchten in alle Richtungen, verstecken sich in den benachbarten Gebäuden. Die Polizei fühlt sich später dazu gezwungen, die Betroffenen über Twitter aufzurufen, den Polizeinotruf zu tätigen, damit man sie abholen kann.

Zwischen den ersten Schüssen und dem Ausrücken der Einsatztruppen vergehen kaum zehn Minuten. Die Behörden sperren das Gelände um „Chicago's Pizza“ großräumig ab, halten die Medien auf Abstand während Spezialkräfte sich langsam in Richtung Tatort vorarbeiten.  

Währenddessen machen in den Medien erste Informationen die Runde. Zeugen sprechen von unzähligen Opfern. Mindestens vier Menschen sollen den Angriff nicht überlebt haben. Die Zahl der Verletzten variiert je nach Nachrichtensender zwischen elf und 15. Der Täter soll noch am Tatort verstorben sein. Ob er sich selbst gerichtet hat oder von Polizeikugeln getroffen wurde, steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Die Polizei bleibt aber vorsichtig: Es könnte noch ein zweiter Täter unterwegs sein.

Gegen 16.30 Uhr dann die Entwarnung: Bei einer eiligst einberufenen Pressekonferenz bestätigt Sheriff Mike Williams dass man den Tatort unter Kontrolle habe und der Verdächtige neutralisiert sei. Es handele sich um einen jungen Mann weißer Hautfarbe, Name unbekannt. Auch über das Motiv habe man noch keinen weiteren Erkenntnisse, so Williams. Man bitte die Bevölkerung jedoch die Innenstadt zu meiden. Die Polizei versuche jetzt über Zeugenaussagen das Geschehen zu rekonstruieren.  

Madden 19 ist die jüngste Ausgabe der beliebten Spiele-Reihe, in der Spieler das Kommando über ihre Lieblingsfootballteams nehmen können. Madden ist das Football-Equivalent des in Europa populären Fifa von Electronics Arts. eSports werden immer populärer. Das Spiel selbst ist erst seit wenigen Monaten auf dem Markt.
Madden 19 ist die jüngste Ausgabe der beliebten Spiele-Reihe, in der Spieler das Kommando über ihre Lieblingsfootballteams nehmen können. Madden ist das Football-Equivalent des in Europa populären Fifa von Electronics Arts. eSports werden immer populärer. Das Spiel selbst ist erst seit wenigen Monaten auf dem Markt.

Fest steht: Kurz vor 14 Uhr eröffnete der Unbekannte das Feuer während eines Qualifikationsturniers für „Madden 19“, die neueste Ausgabe des beliebten Footballspiels des Videogame-Herausgebers Electronic Arts. Im Netz zirkulieren bereits erste Übertragungen der Spiele, in deren Hintergrund Schüsse und Schreie zu hören sind.

Nun handelt es sich bei „Madden 19“ allerdings nicht um einen brutalen Shooter, sondern um ein Sportspiel mit den Teams der amerikanischen NFL. Spieler erhalten darin die Möglichkeit, ganz wie bei der in Europa beliebten „Fifa-Reihe“, die Geschicke ihres Lieblingsteams zu leiten, ganze Spielzeiten zu bestreiten oder selbst geschaffene Charaktere durch eine ganze Karriere zu lenken. Wie andere Sportspiele auch, bietet Madden den Spielern die Möglichkeit, sich im Netz gegeneinander zu messen.

Sogenannte eSports-Turniere erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Manche Veranstaltungen, wie beispielsweise das prestigeträchtige International , winken mit Preisgeldern über eine Million Dollar. Ob der Täter auf das Preisgeld aus war, war bei Redaktionsschluss noch nicht gewusst.  

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Der Bundesstaat Florida war am 14. Februar bereits Schauplatz eines Blutbads mit 17 Toten. An der Marjor Stoneman Douglas Highschool in Parkland hatte ein 19-Jähriger 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen. Nach der Tat kam es landesweit zu zahlreichen Demonstrationen.


Schüsse an Schule in Florida
Wieder ist es in den USA zu womöglich tödlichen Schüssen auf einem Schul-Campus gekommen. Chaotische Szenen spielen sich ab, Eltern bangen um das Wohl ihrer Kinder. Der Täter ist schnell gefasst.

Präsident Trump stelte nach dem Massaker eine Verschärfung der Waffengesetze in Aussicht, rückte später aber wieder davon ab. Der Präsident wurde auch gestern sofort über den tödlichen Vorfall unterrichtet, wie seine Sprecherin mitteilte. Eine Reaktion von Trump gab es bei Redaktionsschluss noch nicht.


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Eine Woche ist seit dem Massaker von Parkland vergangen. US-Präsident Trump lädt Überlebende zu sich ein. Bei der Suche nach politischen Lösungen heißt er auch eine Idee gut, die von der Waffenlobby stammt.
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