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Tornados wüten im Süden der USA: Mehr als 30 Tote
International 4 1 2 Min. 14.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Tornados wüten im Süden der USA: Mehr als 30 Tote

Sturmschäden in Livingston, South Carolina.

Tornados wüten im Süden der USA: Mehr als 30 Tote

Sturmschäden in Livingston, South Carolina.
Foto: AFP/Getty Images
International 4 1 2 Min. 14.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Tornados wüten im Süden der USA: Mehr als 30 Tote

Mitten in der Coronavirus-Krise gibt es eine weitere Notlage in den USA. Unwetter mit mehreren Tornados ziehen über mehrere Südstaaten hinweg und richten enorme Schäden an. Die Zahl der Toten steigt.

(dpa) - Nach verheerenden Unwettern mit mehreren Tornados im Süden der USA ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. Mehr als 30 Menschen starben nach Angaben von lokalen Behörden und Medien, nachdem heftige Gewitter, starker Regen und Sturm in der Nacht von Sonntag auf Montag mehrere Bundesstaaten getroffen hatten. Allein in Mississippi kamen elf Menschen ums Leben, wie der dortige Katastrophenschutz am Montag mitteilte. Nach Angaben von Louisianas Gouverneur John Bel Edwards gab es in seinem Bundesstaat keine Toten.

Lokalen Medien und Behörden meldeten, dass in South Carolina mindestens neun Menschen starben, in Georgia weitere acht, zwei in Tennessee und jeweils eine Person in den Bundesstaaten North Carolina und Arkansas.

Trump: "Schreckliche zerstörerische Kraft"

US-Präsident Donald Trump drückte den Menschen in den betroffenen Bundesstaaten seine Anteilnahme aus. Die Tornados hätten eine „schreckliche zerstörerische Kraft“ gehabt, sagte Trump im Weißen Haus am Montagabend (Ortszeit) und versprach, dass die Regierung alles mögliche tun werde, damit die Bundesstaaten wieder auf die Beine kämen. 


US President Donald Trump speaks during the daily briefing on the novel coronavirus, which causes COVID-19, in the Brady Briefing Room at the White House on April 13, 2020, in Washington, DC. (Photo by MANDEL NGAN / AFP)
Trump: "Ich habe die allumfassende Macht"
Der US-Präsident reklamiert in der Corona-Krise die Entscheidungsgewalt für sich allein. Gouverneure wie Andrew Cuomo widersprechen heftig.

Am Tag nach den Unwettern hatten sich Bewohner einen Überblick verschafft, was von ihrem Hab und Gut übrig geblieben war. Dramatische Bilder entstanden dabei: In Georgia umarmte ein Vater seinen Sohn inmitten der Trümmer des Hauses der Familie. Die Wucht der Stürme hatte nicht nur ganze Häuser zerstört, sondern auch Bäume entwurzelt, die auf Straßen, Häuser und Stromleitungen krachten.

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Medienberichten zufolge waren mehr als eine Million Menschen ohne Strom. Allein in Mississippi fiel vorläufigen Zahlen des Katastrophenschutzes bei mehr als 72.000 Menschen der Strom aus. Angesichts der Zahl der Toten sprach der Direktor der Behörde, Greg Michel, am Montag von einem „zerstörerischen Unwetter“. „Wir haben seit geraumer Zeit keine Sturmschäden dieser Art mehr gesehen“, sagte Michel.

„Diese Tornados haben ihren eigenen Kopf“, sagte Louisianas Gouverneur Bel Edwards. Mancherorts würden einige Häuser komplett zerstört - und nebenan blieben andere unversehrt. Man könne dankbar sein, dass niemand im Bundesstaat ums Leben gekommen sei, sagte Bel Edwards. 

Das Unwetter hatte den Süden der USA am Ostersonntag heimgesucht - mitten in der Coronavirus-Pandemie. Die nationale Wetterbehörde NOAA hatte vor möglichen Windgeschwindigkeiten von bis zu 330 Kilometer pro Stunde gewarnt. Es handele sich um ein „außergewöhnlich seltenes Ereignis“. Gouverneur Tate Reeves sprach von „entsetzlichen Ereignissen“. 

Mehrere US-Staaten riefen angesichts der Unwetter den Notstand aus. Angesichts der Corona-Pandemie appellierten die Behörden in Mississippi an die Bevölkerung, in allen Schutzräumen Atemmasken zu tragen und auch dort die Abstandsregeln zu wahren. Die USA sind gemessen an absoluten Zahlen das weltweit am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land mit mehr als einer halben Million bestätigten Infektionen und mehr als 23.000 Toten.


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