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Tierseuche: 105 Kutschpferde auf Inseln vor Istanbul getötet
International 24.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Tierseuche: 105 Kutschpferde auf Inseln vor Istanbul getötet

Auf den Prinzeninseln vor Istanbul sind Autos verboten.

Tierseuche: 105 Kutschpferde auf Inseln vor Istanbul getötet

Auf den Prinzeninseln vor Istanbul sind Autos verboten.
Foto: Pixabay
International 24.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Tierseuche: 105 Kutschpferde auf Inseln vor Istanbul getötet

Seit dem Ausbruch der Tierseuche, die auch für Menschen tödlich sein kann, sind bereits 105 Kutschpferde getötet worden.

(dpa) - Auf einer der Prinzeninseln vor der türkischen Metropole Istanbul sind nach dem Ausbruch einer Tierseuche weitere Kutschpferde getötet worden. Ein Mitarbeiter des für die Inseln zuständigen Bezirksgouverneursamtes bestätigte am Dienstag Medienberichte über den Tod von weiteren 24 Pferden.

Sie seien auf Büyükada, der bekanntesten der Inseln, getötet worden. Damit stieg die Gesamtzahl der toten Tiere auf 105. Zudem habe man Strafanzeige erstattet gegen 64 Besitzer, wegen der Gefährdung von menschlichem Leben, Tiergesundheit und Umwelt.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete am Dienstagnachmittag, dass bisher 1380 Pferde untersucht worden seien. Die Untersuchungen und Kontrollen gingen aber weiter.

Am Donnerstag hatte der für die Inseln zuständige Landrat gesagt, bei einer tierärztlichen Kontrolle sei festgestellt worden, dass einige Pferde unter der Infektionskrankheit "Rotz", die auch als "Hautwurm" bekannt ist, litten. Da es weder Impfungen noch Behandlungsmöglichkeiten gebe, seien zunächst 81 Pferde getötet worden. Zudem sei eine Quarantäne über die Inseln verhängt worden.

"Rotz" wird von einem Bakterium verursacht, das vor allem Einhufer wie Esel oder Pferde befällt. Eine Erkrankung kann mit hohem Fieber, starkem Nasenausfluss und Atembeschwerden einhergehen und tödlich enden. Auch Menschen können sich in seltenen Fällen durch direkten Kontakt anstecken - unbehandelt kann die Krankheit tödlich verlaufen. Die Krankheit ist in Asien, Afrika und im Nahen Osten verbreitet. In Deutschland gilt die Seuche seit 1956 als besiegt.  


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Auf den Prinzeninseln sind Autos verboten. Der traditionelle und auch bei Touristen sehr beliebte Kutschverkehr war am Freitag für drei Monate eingestellt worden. Zuerst müssten alle Pferde auf die Krankheit untersucht werden, hatte der Gouverneur der Provinz Istanbul, Ali Yerlikaya, gesagt. Eine Ursache für den Ausbruch der Krankheit seien unsaubere und nicht genehmigte Ställe gewesen. Sie würden "sofort zerstört".

Die Prinzeninseln liegen im Marmarameer vor Istanbul. Aktivisten fordern seit Jahren, die Kutschen dort zu verbieten. Sie kritisieren auch, dass die Pferde unter schlechten Bedingungen gehalten würden.


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