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Theresa May warnte eindringlich vor Brexit
International 1 26.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Geleakte Rede

Theresa May warnte eindringlich vor Brexit

International 1 26.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Geleakte Rede

Theresa May warnte eindringlich vor Brexit

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Die britische Premierministerin Theresa May muss ihr Land aus der Europäischen Union führen. Nun ist eine Rede der Politikerin vor dem Referendum aufgetaucht, in der sie eindringlich vor den Folgen des Brexit warnt.

(vb) – Die britische Premierministerin Theresa May muss ihr Land auf einem schwierigen Weg aus der Europäischen Union führen. Nun ist eine Rede der Politikerin vor dem Referendum aufgetaucht, in der sie eindringlich vor den Folgen des Brexit warnt.

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Die Tageszeitung „The Guardian“ veröffentlichte am Mittwoch den geheimen Mitschnitt einer Rede, die die jetzige Premierministerin im Mai, also einen Monat vor dem Brexit-Referendum, vor Investmentbankern von Goldman Sachs gehalten hatte. Als Privatperson spricht sie über negative Konsequenzen bei einem Ausstieg Großbritanniens aus der EU. In dem etwa einstündigen Vortrag warnt die konservative Politikerin davor, dass viele ausländische Firmen Großbritannien verlassen könnten und aufs europäische Festland umsiedeln könnten.

In der vom „Guardian“ geleakten Rede stellt Theresa May die Vorteile eines Verbleibs Großbritanniens in der EU in den Vordergrund und fordert sogar, das Land solle eine Führungsrolle in der Union übernehmen. "Ich denke, Teil eines 500-Millionen-Handelsblocks zu sein, ist wichtig für uns", sagte die Premierministerin in der Rede. Innerhalb der EU könne Großbritannien viel unternehmen, um die Sicherheit zu verbessern.

Die geleakten Aussagen, die Theresa May als Privatperson machte, könnten sie in ihrem politischen Amt unter Druck setzen. Ihr wurde im Vorfeld des Brexit-Referendums vorgeworfen, sie habe sich nicht genug für den Verbleib Großbritanniens stark gemacht. Außerdem wird ihre Haltung als oberste Brexit-Chefin nun unglaubwürdig.

Die ersten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Der Labour-Abgeordnete Phil Wilson sagte: „Es ist gut zu wissen, dass Theresa May denkt, was viele von uns lange Zeit gesagt haben, nämlich dass es schlecht für Firmen und für die Wirtschaft ist, den Binnenmarkt zu verlassen.“


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