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Theresa May als erste bei Trump
International 26.01.2017 Aus unserem online-Archiv
Besuch der großen Erwartungen

Theresa May als erste bei Trump

Im September war May auf dem G20-Gipfel Barack Obama begegnet.
Besuch der großen Erwartungen

Theresa May als erste bei Trump

Im September war May auf dem G20-Gipfel Barack Obama begegnet.
REUTERS
International 26.01.2017 Aus unserem online-Archiv
Besuch der großen Erwartungen

Theresa May als erste bei Trump

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Die britische Premierministerin Theresa May ist die erste europäische Politikerin, die der neue US-Präsident zum Staatsbesuch empfängt. Die „besondere Beziehung“ zwischen Ex-Mutterland und Ex-Kolonie scheint zu leben.

(dpa) - Wenn Theresa May am Freitag den neuen US-Präsidenten Donald Trump in Washington besuchen wird, muss sie erst noch einen Umweg über Philadelphia machen. Dort treffen sich Parlamentarier und Parteispitze, um nach den anstrengenden Wochen ein bisschen Abstand von der Hauptstadt zu bekommen.

Für den Besuch hat Philadelphia Symbolkraft. Dort hatten sich 1776 zunächst 13 britische Kolonien vom Mutterland losgesagt - und den Grundstein für das heutige Amerika gelegt, das Trump wieder zu alter Größe führen will.

Die Konservative von der Insel ist die erste europäische Regierungschefin, die vom neuen Chef im Weißen Haus persönlich empfangen wird - eine heikle Mission für die Engländerin. Mays Motto des „Global Britain“ trifft auf Trumps nach innen gekehrte Weltsicht des „America First“. Beide brauchen einen Erfolg. 

Sorgenkind Isolation

May sorgt sich um die Isolierung ihrer Insel nach dem Brexit. Und Trump muss erstmals beweisen, dass er auf internationalem Parkett handlungsfähig ist und sich nicht bis auf die Knochen blamiert.

Einerseits ist May fast auf Gedeih und Verderb dem Gutdünken Trumps ausgeliefert - Großbritannien braucht einen starken Partner als Ersatz für den wahrscheinlichen Verlust des europäischen Binnenmarktes. Andererseits darf sie Trump auch nicht zu sehr auf den Leim gehen. Im Gepäck hat sie einen ganze Reihe von Empfehlungen für den vollmundigen Politneuling, die Palette reicht vom Klimaschutz bis zur Verteidigung. Trumps klar negative Haltung zur EU könnte für May zur Bürde in den wichtigen Brexit-Verhandlungen werden.


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