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Anführer von Dschihadistengruppe Boko Haram ist tot
International 17.06.2021
Terrortruppe bestätigt Gerüchte

Anführer von Dschihadistengruppe Boko Haram ist tot

Gerüchten zufolge sprengte sich der Terrorführer selbst in die Luft.
Terrortruppe bestätigt Gerüchte

Anführer von Dschihadistengruppe Boko Haram ist tot

Gerüchten zufolge sprengte sich der Terrorführer selbst in die Luft.
Foto: AFP
International 17.06.2021
Terrortruppe bestätigt Gerüchte

Anführer von Dschihadistengruppe Boko Haram ist tot

Immer wieder gab es Gerüchte über den Tod des Terroranführers Abubakar Shekau; mehr als 36.000 Morde hat er auf dem Gewissen.

(jwi/AFP) - Die nigerianische Dschihadistengruppe Boko Haram hat den Tod ihres Anführers Abubakar Shekau bestätigt. Er solle bei Kämpfen mit der rivalisierenden Gruppe Islamischer Staat „Iswap“ in Westafrika ums Leben gekommen sein, so die Extremisten in einer Videobotschaft am Mittwoch, das von verifizierten Quellen der französischen Nachrichtenagentur AFP zugespielt wurde. 

Im Video sagt der mutmaßliche neue Boko-Haram-Chef Bakura Modu, Shekau sei als „Märtyrer“ gestorben. Er habe sich in die Luft gesprengt, heißt es.

Zahlreiche Morde und Folterungen gehen auf sein Konto.
Zahlreiche Morde und Folterungen gehen auf sein Konto.
Foto: AFP

In seiner auf Arabisch vorgetragenen Botschaft, die mitten im Satz ohne ersichtlichen Grund abrupt abbricht, ruft der neue Anführer der ehemaligen islamischen Sekte zur Rache an der rivalisierenden Gruppe „Iswap“ auf. Die Ankündigung bestätigte zahlreiche Gerüchte, dass Shekau seit Mai tot sei.

Machtkämpfe unter den Extremisten

Vergangene  Woche hatte „Iswap“ den Tod von Abubakar Shekau bekannt gegeben. Diese Gruppe entstand 2016 aus einer Abspaltung von Boko Haram, der sie die Tötung muslimischer Zivilisten vorwirft. 


In this picture taken on February 11, 2021, children play cricket at the site of the demolished compound of slain former Al-Qaeda leader Osama bin Laden, in northern Abbottabad. - Children play cricket in a patch of scorched grass and scattered rubble in Abbottabad -- all that remains of the final lair of the most wanted person on the planet. It was in this Pakistani city that Osama bin Laden was killed in the clandestine "Operation Geronimo" raid by US Navy Seals in the early hours of May 2, 2011. (Photo by Farooq NAEEM / AFP) / TO GO WITH 'US-Pakistan-BinLaden-Anniversary-Abbottabad'
Experte warnt vor Wiederaufstieg der Terroristen
Auch zehn Jahre nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden ist das Terrornetzwerk in Afghanistan noch aktiv.

Nach ihrem Aufstieg zur Macht ist sie nun die dominierende dschihadistische Gruppe im Nordosten Nigerias und verübt große angelegte Angriffe gegen die nigerianische Armee. Seit 2019 hat sich die nigerianische Armee aus kleinen Dörfern und Stützpunkten zurückgezogen und sich in gesicherten Camps verschanzt - eine Strategie, die kritisiert wird, weil sie den Dschihadisten erlaubt, sich ungehindert durch ländliche Gebiete zu bewegen.

Seit Beginn der Rebellion der radikal-islamistischen Gruppe Boko Haram im Jahr 2009 im Nordosten Nigerias hat der Konflikt fast 36.000 Menschenleben gefordert und zwei Millionen Menschen vertrieben.


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