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Technischer Defekt: Militärjet lässt 3,6 Tonnen Kerosin über Eifel ab
International 22.10.2019

Technischer Defekt: Militärjet lässt 3,6 Tonnen Kerosin über Eifel ab

Ein Kampfjet des Typs McDonnell Douglas F-15 "Eagle" der US-Luftwaffe.

Technischer Defekt: Militärjet lässt 3,6 Tonnen Kerosin über Eifel ab

Ein Kampfjet des Typs McDonnell Douglas F-15 "Eagle" der US-Luftwaffe.
Foto: Reuters/LW-Archiv
International 22.10.2019

Technischer Defekt: Militärjet lässt 3,6 Tonnen Kerosin über Eifel ab

Der US-Militärjet war auf dem Fliegerhorst Büchel gestartet. Laut Angaben der Bundeswehr war der Pilot durch einen technischen Defekt zu dem Manöver gezwungen.

(dpa/lrs) - Ein Militärjet hat über der Eifel rund 3600 Kilogramm Kerosin in der Luft abgelassen. Dazu sei es am vergangenen Freitag rund 28 Kilometer nördlich von Büchel gekommen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) im hessischen Langen.

Zuvor hatte die Zeitung „Trierischer Volksfreund“ darüber berichtet. Das Ablassen des Treibstoffs verteilte sich der DFS zufolge sich auf ein Gebiet mit einem Radius von rund 20 nautischen Meilen, also etwa 37 Kilometern. Die Maschine vom Typ McDonnell Douglas F-15 sei auf dem Fliegerhorst Büchel (Kreis Cochem-Zell) gestartet und auch dorthin zurückgekehrt. Welche Art der Störung das Flugzeug gehabt habe, sei nicht bekannt.

Der Vorfall findet sich auch in der Liste sogenannter „Fuel Dumping“-Ereignisse auf der Internetseite des Luftfahrtbundesamtes. Als Region wird hier das „westliche Rheinland-Pfalz“ genannt. Zu Kerosinablässen – dem „Fuel Dumping“ - kommt es in der Regel in Notlagen, damit Flugzeuge mit weniger Gewicht landen können. Die Flugsicherung teilt dafür Flughöhen und Gebiete zu.


This picture taken on April 27, 2010 shows an US F-16 Falcon fighter aircraft as it takes off from the airbase in Spangdahlem in southwestern Germany. - An American F-16 fighter jet crashed and its pilot ejected to safety on October 8, 2019 near the city of Trier in western Germany, the German air force told AFP. (Photo by Boris Roessler / dpa / AFP) / Germany OUT
Nach Jet-Absturz bei Trier: US-Militär hat mit Bergung begonnen
Am Dienstagnachmittag ist ein Militärjet vom Typ F-16 nördlich von Trier abgestürzt. Der Pilot konnte sich retten, Zivilisten wurden nicht verletzt.

Vor knapp zwei Wochen war nördlich von Trier ein US-Kampfjet vom Typ F-16, der vom US-Flugplatz Spangdahlem gestartet war, nahe der Ortschaft Zemmer im Landkreis Trier-Saarburg in ein Waldstück gestürztDie Ursache für den Absturz ist noch unklar. In Spangdahlem war daraufhin der Flugbetrieb mehrere Tage ausgesetzt worden.

Bundeswehr spricht von technischem Defekt

Der Pilot eines US-Militärflugzeugs, das gut 3,5 Tonnen Kerosin über der Eifel abgelassen hat, ist nach Angaben der Bundeswehr von einem technischen Defekt dazu gezwungen worden. Details nannte die Sprecherin des Luftfahrtamts der Bundeswehr in Köln-Wahn nicht. Das Kampflugzeug habe an einer Nato-Übung teilgenommen, sagte die Sprecherin. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Vergangene Woche hatte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Nato-Übung mit der Bezeichnung „Steadfast Noon“ begonnen. Trainiert werden sollte unter anderem der Einsatz von Jagdbombern, die im Kriegsfall mit Atomwaffen bestückt werden könnten. Die Bundeswehr beteiligte sich mit Tornados des taktischen Luftwaffengeschwaders 33 des Stützpunktes Büchel an der Übung. Dort lagern nach offiziell nicht bestätigten Angaben US-Atomwaffen vom Typ B61.


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