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Tausende Touristen auf La Palma
International 2 Min. 01.11.2021
Sechs Wochen Vulkanausbruch

Tausende Touristen auf La Palma

Touristen stehen Schlange, um in einen Bus für Touristen zur Kirche von Tajuya zu steigen. Ein Shuttle-Bus-Service ist eingerichtet worden, um den Vulkan Cumbre Vieja sehen zu können.
Sechs Wochen Vulkanausbruch

Tausende Touristen auf La Palma

Touristen stehen Schlange, um in einen Bus für Touristen zur Kirche von Tajuya zu steigen. Ein Shuttle-Bus-Service ist eingerichtet worden, um den Vulkan Cumbre Vieja sehen zu können.
Foto: dpa
International 2 Min. 01.11.2021
Sechs Wochen Vulkanausbruch

Tausende Touristen auf La Palma

Schon seit Wochen spuckt der Vulkan auf der Kanareninsel La Palma Asche und Lava aus. Ein Ende ist nicht abzusehen. Neben den großen Zerstörungen sorgt der Feuerberg aber auch für neue Einnahmen.

(dpa) - Der spektakuläre und besonders zerstörerische Vulkan auf der Kanareninsel La Palma hat auch sechs Wochen nach seinem Ausbruch nichts an Heftigkeit eingebüßt. Der Feuerberg in der Cumbre Vieja im Süden der Insel lockt dabei immer mehr Touristen an. Über das lange Wochenende mit Allerheiligen am Montag als Feiertag kamen rund 10.000 vornehmlich spanische Besucherinnen und Besucher auf die kleine Insel, wie die Zeitung „El País“ unter Berufung auf das Notfall-Komitee Pevolca berichtete. Die Behörden richteten einen kostenlosen Pendelverkehr mit Bussen zu dem Aussichtspunkt Tajuya ein, von dem aus der Vulkan gut zu beobachten ist. Der Verkehr mit privaten Autos Richtung Vulkan wurde eingeschränkt.


12.10.2021, Spanien, La Palma: Ein vulkanischer Blitz über dem Vulkan Cumbre Vieja ist trotz des dichten, dunklen Rauchs, der aus dem Krater aufsteigt, von weitem sichtbar. Durch die Reibung zwischen der Asche und dem vom Vulkan ausgestoßenen Material werden Ionen freigesetzt, die die so genannten vulkanischen Blitze erzeugen. Die vulkanischen Blitze sind ein sehr häufiges Phänomen bei Vulkanausbrüchen. Foto: Europa Press/EUROPA PRESS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Lava zerstört Hunderte weitere Gebäude auf La Palma
Der Lavafluss aus dem Vulkan auf der Kanareninsel La Palma hat bis Samstag insgesamt 1.817 Gebäude zerstört.

Wegen ungünstiger Winde wurde eine große Menge Vulkanasche in den Norden der Insel getragen, wo sie die Landschaft mit einer grauschwarzen Schicht überzogen. Im Internet waren auch Fotos des dort gelegenen Observatoriums Roque de los Muchachos zu sehen, deren weiße Kuppeln eine schwarze Aschehaube trugen. Von manchen Häusern näher am Vulkan ragten nur noch die Spitzen der Schornsteine aus der Asche, die wie schwarzer Schnee auf der Landschaft lag.

Weitere kleinere Erdbeben

Die Insel wurde weiter von vielen schwachen bis mittleren Erdbeben erschüttert, das stärkste seit dem Ausbruch wurde mit 5,0 am Samstag registriert. Es war auf La Palma sowie zum Teil auch auf drei weiteren Kanareninseln, Teneriffa, La Gomera und El Hierro, zu spüren. Nennenswerte Schäden wurden nicht gemeldet.

Der Vulkan ist seit dem 19. September aktiv.
Der Vulkan ist seit dem 19. September aktiv.
Foto: AFP

Seit dem Vulkanausbruch gibt es täglich Dutzende Beben auf La Palma. Da die meisten Erdstöße weiterhin in Tiefen von deutlich mehr als 30 Kilometern stattfinden, stellen sie nach Angaben von Experten keine bedeutende Gefahr dar. Sie deuten demnach aber darauf hin, dass der Vulkan auf der Atlantikinsel vor der Westküste Afrikas noch einige Zeit aktiv bleiben wird.


This handout photograph taken and released on October 19, 2021 by the Spanish Military Unit (UME) shows the Cumbre Vieja colcano spewing smoke and ashes, pictured from El Paso, on the Canary Island of La Palma. (Photo by Luismi Ortiz / UME / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO /  LUISMI ORTIZ / SPANISH MILITARY UNIT (UME)" - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
Lava auf La Palma bedroht Gemeinde La Laguna
Die Lava könnte allerdings neben Hunderten von Häusern auch eine alte Kirche und die Schule der Gemeinde zerstören.

Seit der Vulkan, der noch keinen offiziellen Namen hat, am 19. September als erster Vulkan seit 50 Jahren auf der Insel ausbrach, hat die zum Teil knapp 1.300 Grad heiße Lava mehr als 2.500 Gebäude völlig zerstört, wie das europäische Erdbeobachtungssystem Copernicus am Samstag mitteilte. Demnach waren insgesamt 963 Hektar von einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Diese Fläche entspricht mehr als 1.300 Fußballfeldern. Mehr als 7.000 Bewohner mussten seit Ausbruch des Vulkans in Sicherheit gebracht werden. Seit einigen Tagen bewegen sich die Lavaströme nur noch sehr langsam Richtung Küste vorwärts.    

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