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Taliban-Angriff in Kabul: Sieben Tote bei Selbstmordattentat
International 20.01.2016 Aus unserem online-Archiv

Taliban-Angriff in Kabul: Sieben Tote bei Selbstmordattentat

Der Bus wurde regelrecht zerfetzt.

Taliban-Angriff in Kabul: Sieben Tote bei Selbstmordattentat

Der Bus wurde regelrecht zerfetzt.
Foto: REUTERS
International 20.01.2016 Aus unserem online-Archiv

Taliban-Angriff in Kabul: Sieben Tote bei Selbstmordattentat

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Die Angestellten einer Produktionsfirma des großen TV-Senders Tolo waren auf dem Weg nach Hause, als der Selbstmordattentäter ihren Bus rammte. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

(dpa) - Bei einem Autobombenanschlag auf Medienmitarbeiter sind am Mittwoch in der afghanischen Hauptstadt Kabul nach Polizeiangaben sieben Menschen getötet und 25 verletzt worden. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich am Abend zu dem Angriff. Unter den Toten sind nach Ministeriumsangaben auch vier Frauen.

Der Sprecher des Innenministeriums, Sidik Siddiki, sagte, bei den Opfern handele es sich um Angehörige der zum großen Privatsender Tolo TV gehörenden Produktionsfirma Kaboora. Der Selbstmordattentäter habe in einem Wagen auf der Darulaman-Straße im Viertel Kart-e Tschar den Minibus der Firma gerammt. Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah teilte auf seiner Facebook-Seite mit, er habe die Sicherheitskräfte angewiesen, Medienhäuser zu schützen.

Ein Mitarbeiter von Tolo erklärte, dass Angestellte der Firma auf dem Weg nach Hause waren, als sie um 17.30 Uhr (Ortszeit) attackiert wurden. Der Sender bestätigte dies auch während seiner Live-Berichterstattung. Mangels eines funktionierenden öffentlichen Verkehrssystems in Kabul bringen Arbeitgeber ihre Angestellten oft mit Minibussen zur Arbeit und nach Hause.

Die Taliban haben in der afghanischen Hauptstadt im vergangenen Monat mindestens sieben Anschläge verübt. Zuletzt war am Sonntag eine Rakete auf dem Gelände der italienischen Botschaft eingeschlagen. Zuvor hatten die Extremisten mehrere Anschläge nahe dem Flughafen, auf ein von Ausländern bewohntes Hotel, die spanische Botschaft sowie auf ein von der afghanischen Elite und Ausländern besuchtes Restaurant verübt.


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