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Südkorea: Nordkorea setzt Raketentests fort
International 09.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Südkorea: Nordkorea setzt Raketentests fort

Eine Militärübung der Koreanischen Volksarmee.

Südkorea: Nordkorea setzt Raketentests fort

Eine Militärübung der Koreanischen Volksarmee.
Foto: KCNA/dpa
International 09.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Südkorea: Nordkorea setzt Raketentests fort

Nordkorea wies zuletzt die Kritik an seinen Raketentests in scharfer Form zurück. Jetzt geht es mit den Waffentests weiter.

(dpa) - Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs bei Artillerie-Schießübungen erneut mehrere Projektile in Richtung offenes Meer abgefeuert. Die Winterübungen umfassten „verschiedene Typen von Mehrfachraketenwerfern“, teilte der Generalstab am Montag mit. Die höchste Kommandobehörde hatte davor von mindestens drei Projektilen von kurzer Reichweite gesprochen, die Nordkorea an der Ostküste nahe der Stadt Sondok abgefeuert habe. Vor einer Woche hatte die selbst erklärte Atommacht ihre Raketentests nach längerer Pause wieder aufgenommen.


French President Emmanuel Macron delivers a speech at the Ecole Militaire, on February 7, 2020 in Paris. - French President Emmanuel Macron warned Friday that European nations "cannot remain spectators" in the face of a potential nuclear arms race and urged them to push an "international arms control agenda". (Photo by Francois Mori / POOL / AFP)
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Frankreich hat Atombomben - und will die Kontrolle darüber behalten. Staatschef Macron bietet europäischen Partnern aber mehr Transparenz an.

In Südkorea wurde vermutet, dass erneut ein Raketenwerfer getestet wurde, der bereits zuvor zum Einsatz gekommen war. Die Projektile flogen den Angaben zufolge bei einer Flughöhe von bis zu 50 Kilometern etwa 200 Kilometer weit in nordöstlicher Richtung. Zusammen mit den US-Behörden würden noch weitere Details analysiert.

Südkoreas nationaler Sicherheitsberater, Chung Eui Yong, hielt Angaben des Präsidialamts in Seoul zufolge ein Dringlichkeitstreffen über eine Videoschaltung mit Ministern und dem Geheimdienstchef ab, um die möglichen Absichten des Nachbarlandes zu analysieren. Ohne näher auf die Raketentests einzugehen, hieß es anschließend, es werde noch einmal betont, dass die „fortlaufenden Schießübungen nicht hilfreich sind, um einen dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu schaffen“.


This picture taken on December 29, 2019 and released by North Korea's official Korean Central News Agency (KCNA) on December 30 shows North Korean leader Kim Jong Un attending the second day session of the 5th Plenary Meeting of the 7th Central Committee of the Workers' Party of Korea in Pyongyang. (Photo by STR / KCNA VIA KNS / AFP) / - South Korea OUT / ---EDITORS NOTE--- RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO/KCNA VIA KNS" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS / THIS PICTURE WAS MADE AVAILABLE BY A THIRD PARTY. AFP CAN NOT INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, LOCATION, DATE AND CONTENT OF THIS IMAGE --- /
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Es sei nötig, „positive und offensive Maßnahmen zu ergreifen, um die Souveränität und Sicherheit des Landes sicherzustellen, so der Diktator.

Nordkorea hatte am Montag vergangener Woche nach Einschätzung von Südkoreas Generalstab zwei ballistische Raketen von kurzer Reichweite ebenfalls von einem Mehrfachraketenwerfer abgefeuert. UN-Resolutionen untersagen dem Land die Erprobung von ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch atomare Sprengköpfe tragen können. Es war der erste Raketentest des wegen seines Atomwaffenprogramms isolierten Landes seit Ende November.

Pjöngjang treibt seit Jahren die Entwicklung von Raketen voran, die mit Atomsprengköpfen ausgerüstet werden könnten. Es ist deswegen harten internationalen Sanktionen unterworfen. Angesichts der stockenden Nuklearverhandlungen zwischen Nordkorea und den USA kommen derzeit auch die Beziehungen zwischen Pjöngjang und Seoul nicht voran.


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