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Südfrankreich kämpft weiter mit den Flammen
International 2 Min. 18.08.2021 Aus unserem online-Archiv
Zwei Todesopfer

Südfrankreich kämpft weiter mit den Flammen

Die Flammen wurden tagelang von starken Winden angefacht - es bleibt eine Spur der Zerstörung.
Zwei Todesopfer

Südfrankreich kämpft weiter mit den Flammen

Die Flammen wurden tagelang von starken Winden angefacht - es bleibt eine Spur der Zerstörung.
Foto: AFP
International 2 Min. 18.08.2021 Aus unserem online-Archiv
Zwei Todesopfer

Südfrankreich kämpft weiter mit den Flammen

Im Hinterland von Saint-Tropez und am Fuß des Mont Ventoux mussten 7.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Es gab bisher zwei Todesopfer.

(AFP/TJ) - Bei den verheerenden Waldbränden im Hinterland von Saint-Tropez gibt es zwei Toten. Das bestätigte die Präfektur des Départements Var am Mittwochmorgen. Die genauen Todesumstände sind nicht bekannt. Es soll sich um einen fünfzig Jahre alten Mann handeln. Die Rettungsmannschaften hätten ihn tot in seinem Haus in Grimaud gefunden. Später stießen Einsatzkräfte dort auf eine zweite verkohlte Leiche. 22 Menschen wurden verletzt, die meisten erlitten Rauchvergiftungen. Unter ihnen sind fünf Feuerwehrleute.

In den sozialen Netzwerken sah man, mit welcher Gewalt die Feuerwalze durch die Wälder rollt. 

Bei dem Toten handelt es sich um das erste Opfer des verheerenden Feuers, das mittlerweile fast 5.000 Hektar Wald zerstört hat. Bereits am Dienstag hatte man bei Grimaud und Saint-Tropez Ortschaften evakuieren müssen und verzweifelt gegen den Brand gekämpft, der immer wieder durch starke Winde und Gluthitze angefacht worden war. 

Staatspräsident Emmanuel Macron hatte am Dienstagabend gemeint, die Nachtstunden seien entscheidend bei der Bekämpfung der Flammen und zugleich den Mut der Feuerwehrleute gelobt. Noch in den Abendstunden mussten weitere Menschen - im Norden der Ortschaft Garde-Freinet - evakuiert werden. Die Präfektur richtete am Mittwochmorgen einen Aufruf an die Bevölkerung, nicht ohne Erlaubnis der Feuerwehr in Häuser zurückzukehren. Alles in allem mussten fast 7.000 Menschen - Einheimische und Touristen - die Nacht in 15 Notunterkünften verbringen. 

„Die Arbeit geht weiter“

Die Feuerwehren konzentrieren sich am Mittwoch auf kritische Punkte.
Die Feuerwehren konzentrieren sich am Mittwoch auf kritische Punkte.
Foto: AFP

Das Feuer habe sich in der Nacht zu Mittwoch nicht weiter ausgebreitet, so ein Sprecher der Feuerwehr, allerdings sind die Flammen noch nicht unter Kontrolle. Man werde sich weiterhin auf kritische Punkte konzentrieren, so der Mann weiter. Seit 7 Uhr sind Löschflugzeuge und Hubschrauber wieder unermüdlich im Einsatz. 


A local resident fights a fire restart in Thrakomakedones, near Mount Parnitha, north of Athens, on August 7, 2021. - Hundreds of firefighters battled a blaze on the outskirts of Athens as several fires raged in Greece. (Photo by Louisa GOULIAMAKI / AFP)
Menschen am Ende ihrer Kräfte
Erneut eine Höllennacht für die Menschen in den feuergepeinigten Regionen: Vielerorts sind Brände außer Kontrolle und entstehen neue Feuer.

1.200 Feuerwehrkräfte sind am Mittwoch weiterhin im Einsatz, das Feuer hat sich durch fast 7.000 Hektar vorgefressen, nachdem es sich am Montag in der Nähe einer Autobahnraststätte entzündet hatte. Mit dem Abflauen der starken Mistralwinde am Morgen keimt die Hoffnung, die Brandnester nach und nach löschen zu können. Zahlreiche Häuser sind vom Telefonnetz und Strom abgeschnitten.

Es ist der größte Brand, mit dem Frankreich in diesem Jahr zu kämpfen hat, nachdem die Saison 2021 bislang relativ glimpflich verlaufen war.

Auch Vaucluse betroffen

In der Gegend um Beaumes-de-Venise, nördlich von Carpentras sind in der Nacht 40 Hektar Wald den Flammen zum Opfer gefallen. Starke Winde hätten gegen 4 Uhr in der Frühe die Feuer angefacht und binnen einer halben Stunde enormen Schaden angerichtet, so ein Feuerwehrkommandant aus dem Vaucluse. Am Fuß des Mont Ventoux mussten ebenfalls Menschen evakuiert werden. Insgesamt wurden 240 Hektar Waldfläche zerstört. Am Mittwochmorgen waren 400 Feuerwehrleute und mehrere Löschflugzeuge im Einsatz.

Auch im Département Vaucluse greift man auf Löschflugzeuge zurück.
Auch im Département Vaucluse greift man auf Löschflugzeuge zurück.
Foto: AFP


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