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Südfrankreich: Großherzogliche Familie evakuiert
International 2 Min. 26.07.2017

Südfrankreich: Großherzogliche Familie evakuiert

In Bormes-les-Mimosas wurden die Menschen aufgefordert, die Strände zu verlassen

Südfrankreich: Großherzogliche Familie evakuiert

In Bormes-les-Mimosas wurden die Menschen aufgefordert, die Strände zu verlassen
AFP
International 2 Min. 26.07.2017

Südfrankreich: Großherzogliche Familie evakuiert

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Wegen eines neuen Waldbrandes im Département Var mussten mindestens 10.000 Bewohner und Touristen in Sicherheit gebracht werden - darunter auch die großherzogliche Familie, die sich nur wenige Kilometer entfernt in Cabasson im Sommerurlaub befindet.

(dpa) - Wegen eines neuen Waldbrandes in Südfrankreich sind in der Nacht rund mindestens 10.000 Bewohner und Touristen in Sicherheit gebracht worden. Menschen mussten Häuser und Campingplätze verlassen. 


Unter den Evakuierten befand sich auch die großherzogliche Familie. Wie der Hof auf Anfrage bestätigte, mussten Großherzog Jean, Großherzog Henri, Großherzogin Maria Teresa sowie einige andere Mitglieder der großherzoglichen Familie ihre Sommerresidenz im etwa zehn Kilometer entfernten Cabasson um 1 Uhr nachts verlassen. Sie wurden von der französischen Polizei an einen sicheren Ort gebracht. Wie lange die Evakuierung andauern wird, ist noch nicht bekannt.   

Foto: Screenshot Google Earth

Die großherzogliche Familie versichert, dass es allen Mitgliedern gut gehe und spricht ihren Dank an die französischen Autoritäten, Feuerwehrleute und Polizisten aus, die an der schnellen und effizienten Hilfe beteiligt waren.

Die Familie verbringt seit Jahren ihre Sommerurlaube in einem größeren Anwesen in Cabasson östlich von Hyères. Es grenzt an die Sommerresidenz des französischen Staatspräsidenten in Fort de Brégançon. Man sei den französischen Stellen für deren Eingreifen sehr dankbar, hieß es in einer Erklärung.

Das Feuer dehnte sich auf einer Fläche von rund 600 Hektar in der Nähe von Bormes-les-Mimosas im Département Var aus, berichtete der Nachrichtensender Franceinfo am Mittwoch. Der Ort liegt nahe der Küste zwischen Hyères und dem Luxus-Badeort St. Tropez. 

Menschen kamen nach ersten Informationen nicht zu Schaden. In Südfrankreich und Korsika waren seit Wochenbeginn wegen des starken Windes zahlreiche Waldbrände ausgebrochen. 

Im gesamten Département Var wurden in den vergangenen Tagen etwa 30 Quadratkilometer Wald und Vegetation zerstört. Franceinfo berichtete, insgesamt seien im Südosten des Landes sowie auf Korsika bereits 50 Quadratkilometer Land abgebrannt - das entspricht fast der Größe des Starnberger Sees in Bayern (58 Quadratkilometer).

Der Flughafen von Toulon musste zwischendurch geschlossen werden, konnte aber dann den Betrieb wieder aufnehmen. Hunderte Feuerwehrleute waren pausenlos im Einsatz, immer wieder waren Löschflugzeuge über den Flammen und schweren Rauschwaden zu sehen. Einige Rettungskräfte erlitten Verletzungen. Ursache für die Brände sollen die anhaltende Trockenheit und der heiße Mistral-Wind sein.

Die Regierung will angesichts des Chaos in der international bekannten Touristenregion nicht abseits stehen. Staatspräsident Emmanuel Macron versicherte den Menschen seine Solidarität. Regierungschef Edouard Philippe kündigte einen Besuch im Krisengebiet an.


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