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Sturm "Dennis": Tote in England, wenige Einsätze in Luxemburg
International 10 2 Min. 16.02.2020

Sturm "Dennis": Tote in England, wenige Einsätze in Luxemburg

 Ein Kinderfahrzeug steht auf einer von Sturm «Dennis» überschwemmten Straße. Sturm «Dennis» hat das Hochwasser-Risiko in Großbritannien stark erhöht.

Sturm "Dennis": Tote in England, wenige Einsätze in Luxemburg

Ein Kinderfahrzeug steht auf einer von Sturm «Dennis» überschwemmten Straße. Sturm «Dennis» hat das Hochwasser-Risiko in Großbritannien stark erhöht.
Foto: dpa
International 10 2 Min. 16.02.2020

Sturm "Dennis": Tote in England, wenige Einsätze in Luxemburg

Wieder fegt ein schwerer Sturm über Großbritannien hinweg. Auch der luxemburgische Wetterdienst Meteolux hat für Sonntag und Montag Wetterwarnungen herausgegeben.

(dpa/SC) - Sturm "Dennis" - manchmal auch "Victoria" genannt - ist möglicherweise für den Tod von zwei Menschen in Großbritannien verantwortlich. Ein junger Mann wurde am Samstag leblos im Meer an der Südostküste Englands entdeckt. Die Polizei in der englischen Grafschaft Kent konnte bisher nicht feststellen, wie der Mann ins Wasser kam. 

Nach Medienberichten könnte er durch das Unwetter in Not geraten sein, die Polizei stellt bisher jedoch keine Verbindung zwischen dem Sturm und dem Tod des Mannes her. Ein anderer Mann, der von einem Tanker vor der Küste von Kent gefallen war, wurde nach stundenlanger Suche tot geborgen. Der Sturm soll bis Sonntagabend im Land wüten.

Meteorologen rechnen aufgrund starker Regenfälle mit Überschwemmungen; mehr als 300 Flutwarnungen wurden bisher ausgesprochen. Der Sturm führte am Samstag bereits zu Störungen im Bahnverkehr und auf Straßen. 

Wegen "Dennis" waren in Großbritannien außerdem Hunderte Flüge gestrichen worden. Betroffen waren Zehntausende Passagiere der Airline Easyjet, auch British Airways musste etliche Flüge absagen. Flugzeuge, die noch regulär landen konnten, legten wegen der starken Windböen teils sehr holprige Landungen hin.

Lage in Luxemburg ruhig

Der staatliche Wetterdienst Meteolux gab auch für Luxemburg am Sonntag und am Montag eine sogenannte gelbe Wetterwarnung aus. Zwischen 10 Uhr am Sonntagmorgen und 3 Uhr am frühen Montag ist demnach im ganzen Land mit starken Windböen von 75 bis 85 km/h zu rechnen. 

Für die Hilfskräfte des Corps grand-ducal d'incendie et des secours (CGDIS) blieb es am Sonntag allerdings soweit ruhig. Bis 21 Uhr mussten die Hilfskräfte des CGDIS achtmal zu sturmbedingten Einsätzen ausrücken: Wegen umgefallener Bäume und Gegenständen sowie abgedeckter Dächer. Insgesamt 17 Einsätze für Aufräumarbeiten, die keine Notfälle darstellten, wurden an die Straßenbauverwaltung weitergeleitet. 

In Luxemburg soll der Montag laut Meteolux mit weniger Wind starten. Tagsüber ist dann mit maximalen Windgeschwindigkeiten von 55 km/h und Regenschauern zu rechnen.

"Dennis" gefährlicher als "Ciara"


Children play stand near the sea wall with overtopping waves on the promenade in Blackpool, northern England, on February 10, 2020 as high winds brought by Storm Ciara continue. - Storm Ciara grounded hundreds of flights Monday and left swatches of Europe without power after unleashing torrential rain and causing flash flooding that cancelled football matches in Britain. (Photo by Paul ELLIS / AFP)
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Erst Anfang der Woche hatte Sturmtief "Sabine" - auch "Ciara" genannt - die Rettungskräfte des CGDIS in Atem gehalten. In Großbritannien  hatten Unwetter erhebliche Schäden angerichtet.

Experten stufen Sturm "Dennis" aber als gefährlicher als "Ciara" ein, der am vergangenen Wochenende Chaos verursacht hatte. Denn es könnte in einigen Regionen an einem Tag oder zwei Tagen so viel regnen wie sonst in einem ganzen Monat. Da der Boden vielerorts wegen des letzten Unwetters noch aufgeweicht ist, dürften die Folgen Experten zufolge nun gravierender sein.

Soldaten helfen den erschöpften Einwohnern im nordenglischen Calderdale mit dem Aufbau von Hochwasserbarrieren und reparieren Schutzwälle, die bei dem letzten Sturm vor einer Woche in Mitleidenschaft gezogen wurden. Besonders betroffen sind auch der Südwesten Englands, Wales und Teile Schottlands. Die Briten wurden dazu aufgerufen, ihre Trampoline zu sichern. Beim letzten Sturm wirbelten viele Trampoline durch die Luft und landeten dann unter anderem auf Bahngleisen.


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