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Stromausfälle, keine Tsunami-Warnung: Erdbeben erschüttert Chile
International 07.11.2015

Stromausfälle, keine Tsunami-Warnung: Erdbeben erschüttert Chile

Chile ist an Beben gewöhnt. Im September hatte ein heftiger Erdstoß mindestens 13 Menschen das Leben gekostet. Jetzt kommt es in der Region Coquimbo erneut zu einem Beben - die Schäden halten sich aber wohl in Grenzen.

(dpa) - Ein Erdbeben hat am Samstag Chile erschüttert. Die staatliche Erdbebenwarte meldetet einen Erdstoß der Stärke 6,8. Demnach lag das Zentrum des Bebens in der Region Coquimbo, 17 Kilometer westlich der Stadt Punitaqui und 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago de Chile. Laut der US-Erdbebenwarte USGS und dem Geoforschungszentrum Potsdam ereignete sich das Beben in einer Tiefe von rund 40 Kilometern.

Nach Angaben der Behörden kam es in dem südamerikanischen Land, das immer wieder von Erdbeben getroffen wird, zu mehr als zehn leichteren Nachbeben. Das vorerst letzte Beben mit einer Stärke von 6,0 wurde um 7.53 Uhr (Ortszeit) gemessen. Der erste Stoß der Stärke 6,8 war um 4.32 Uhr gemessen worden. Die Erschütterungen waren in einem Umkreis von mehr als 1400 Kilometern zu spüren. In einigen Gemeinden der Region kam es zu Stromausfällen, wie der Katastrophenschutz mitteilte.

Informationen über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Der militärische Seewetterdienst Chiles hatte gleich nach dem ersten Erdstoß eine Tsunami-Warnung für die Erdbeben-geplagte Region ausgegeben, diese aber zehn Minuten später wieder zurückgezogen.

Das Gebiet war schon im September Zentrum eines schweren Erdbebens der Stärke 8,4, bei dem mindestens 13 Menschen getötet wurden. Nach dem sechststärksten Erdbeben in der Geschichte Chiles hatte es etliche Nachbeben gegeben. Rund 3500 Menschen waren damals von Schäden betroffen. Tausende Haushalte waren ohne Licht und Wasser.


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