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Strom in Argentinien und Uruguay fließt wieder
International 4 17.06.2019

Strom in Argentinien und Uruguay fließt wieder

Argentinien, Buenos Aires: In Teilen Südamerikas ist es am Sonntag, den 16.06.2019, zu einem massiven Stromausfall gekommen.

Strom in Argentinien und Uruguay fließt wieder

Argentinien, Buenos Aires: In Teilen Südamerikas ist es am Sonntag, den 16.06.2019, zu einem massiven Stromausfall gekommen.
Foto: Mario De Fina/dpa
International 4 17.06.2019

Strom in Argentinien und Uruguay fließt wieder

Böses Erwachen am Río de la Plata: Auch Stunden nach dem flächendeckenden Stromausfall in Argentinien und Uruguay haben die Behörden keine Erklärung für den Blackout.

(dpa) - Nach dem beispiellosen Stromausfall in Argentinien und Uruguay funktioniert die Elektrizitätsversorgung in beiden südamerikanischen Ländern wieder nahezu flächendeckend. Die 47 Millionen Menschen in beiden Staaten hätten praktisch alle wieder Strom, teilten die größten argentinischen Energieversorger Edesur und Edenor sowie ihr uruguayisches Pendant UTE am Sonntagabend mit. Die beiden Länder waren bis zu 15 Stunden lang von der massiven Störung betroffen gewesen.


View of downtown Buenos Aires on June 16, 2019 during a power cut. - A massive outage blacked out Argentina and Uruguay Sunday, leaving both South American countries without electricity, power companies said. (Photo by ALEJANDRO PAGNI / AFP)
Massiver Stromausfall in Argentinien und Uruguay
In Teilen Südamerikas ist es am Sonntag zu einem massiven Stromausfall gekommen. Ganz Argentinien und Uruguay sind nach einer schweren Störung im Verbindungssystem ohne Elektrizität.

Der Blackout hatte am Sonntagmorgen um 7.07 Uhr Ortszeit begonnen, gut 50 Minuten vor Sonnenaufgang. Da auf der Südhalbkugel der Erde gerade der Winter beginnt, wird zum Teil auch mit Strom geheizt. Dafür sind Klimaanlagen seltener im Einsatz als im Sommer.

„Es handelt sich um einen nie da gewesenen Fall“, schrieb Argentiniens Präsident Mauricio Macri auf Twitter. Auch der Unterstaatssekretär für Zivilschutz, Daniel Russo, sagte dem Sender Radio Mitre, dies sei ein Ausfall in einem für Argentinien beispiellosen Ausmaß. Innerhalb des Staatsgebiets blieb nur das an der südlichen Landesspitze gelegene Feuerland von dem Ausfall verschont.

Das Versorgungssystem sei wegen Spannungsproblemen automatisch abgeschaltet worden, erklärte Argentiniens Energiestaatssekretär Gustavo Lopetegui auf einer Pressekonferenz. An einem Sonntag ohne extreme Temperaturen verfüge das Netz über eine Stromreserve von 20 Prozent, daher sei die allgemeine Abschaltung ungewöhnlich gewesen. Lopetegui schloss einen Hacker-Angriff nicht aus, das sei aber nicht der Hauptverdacht. Ein Ergebnis der laufenden Untersuchungen werde erst in sieben bis zehn Tagen feststehen.


Stromausfall: Fahrgäste sitzen in Zugspitzbahn fest
Ein Stromausfall hat am Mittwochnachmittag die Zugspitzbahn im österreichischen Ehrwald zum Stehen gebracht und eine stundenlange Rettungsaktion ausgelöst.

Züge und U-Bahnen in der Hauptstadt Buenos Aires mussten abrupt gestoppt werden und konnten erst am späten Sonntagabend wieder fahren. Da auch die Ampeln ausfielen, ging es auf den Straßen nicht minder chaotisch zu. Die meisten Krankenhäuser mussten sich über Generatoren versorgen.

Der uruguayische Versorger UTE meldete auf Twitter, dass ein Schaden im argentinischen Netz sich auf das Verbundsystem ausgewirkt habe, sodass das eigene Staatsgebiet ganz ohne Strom war. Auch in Teilen Brasiliens und Paraguays kam es zu Stromausfällen.

Uruguay ist mit Argentinien über das gemeinsame Kraftwerk Salto Grande auf dem Uruguay-Fluss verbunden, 350 Kilometer nördlich von Buenos Aires. Paraguay teilt sich mit Argentinien das Kraftwerk Yaciretá auf dem Paraná-Fluss.

Auf Twitter äußerten sich Betroffene unter Hashtags wie „SinLuz“ (Ohne Licht). Einige zogen Vergleiche zum lateinamerikanischen Krisenland Venezuela, wo es in jüngster Zeit immer wieder Stromausfälle gab.



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