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St. Petersburg: Verletzte bei Explosion in Supermarkt
International 28.12.2017

St. Petersburg: Verletzte bei Explosion in Supermarkt

Nach örtlichen Medienberichten ereignete sich die Explosion in einem Schließfach in dem Einkaufsladen.

St. Petersburg: Verletzte bei Explosion in Supermarkt

Nach örtlichen Medienberichten ereignete sich die Explosion in einem Schließfach in dem Einkaufsladen.
Foto: AFP/LW-Archiv
International 28.12.2017

St. Petersburg: Verletzte bei Explosion in Supermarkt

Michel THIEL
Michel THIEL
In einem St. Petersburger Supermarkt gab es eine Explosion mit mehreren Verletzten. Die Polizei geht nicht von einem Terroranschlag aus, Präsident Putin allerdings sehr wohl. Er verlangte, "die Banditen sofort zu liquidieren".

(dpa) - Bei der Explosion eines Sprengsatzes in einem Einkaufszentrum der zweitgrößten russischen Stadt St. Petersburg sind 13 Menschen verletzt worden. Das meldete die Agentur Tass unter Berufung auf die Lokalverwaltung im Nordosten der Stadt. Die anfängliche Zahl von acht Verletzten wurde nach oben korrigiert. 

Explodiert sei ein selbstgebauter Sprengsatz mit einer Sprengkraft von 200 Gramm Dynamit, sagte Swetlana Petrenko, Sprecherin des Staatlichen Ermittlungskomitees in Moskau. Die Bombe sei zusätzlich mit Nägeln und Metallteilen gespickt gewesen.

Ermittelt werde wegen versuchten Mordes. Kein mögliches Motiv werde ausgeschlossen, sagte Petrenko, nachdem es zunächst geheißen hatte, es werde nicht von einem Terroranschlag ausgegangen. Die Behörde schickte erfahrene Beamte aus Moskau, um den Fall zu untersuchen. Nach örtlichen Medienberichten ereignete sich die Explosion im Schließfach eines Supermarkts.

Putin: "Keine Gefangenen"

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Explosion dagegen am Tag danach als Terroranschlag bezeichnet. Er drohte Terroristen mit noch härterem Vorgehen. Der Geheimdienst FSB sei angewiesen, bei der Festnahme „solcher Banditen“ zwar nach dem Gesetz vorzugehen, sagte Putin am Donnerstag in Moskau. „Aber bei Gefahr für Leib und Leben unserer Mitarbeiter, unserer Offiziere muss entschieden gehandelt werden, keine Gefangenen, die Banditen werden sofort liquidiert“, sagte er bei einer Ordensverleihung für russische Soldaten nach ihrem Syrien-Einsatz.

Im April wurden bei einem islamistischen Bombenanschlag auf die U-Bahn in St. Petersburg 15 Menschen getötet.


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