Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Spitzenrunde sucht verzweifelt Einigung
International 25.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Griechenland-Streit

Spitzenrunde sucht verzweifelt Einigung

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras ist Dauergast in Brüssel.
Griechenland-Streit

Spitzenrunde sucht verzweifelt Einigung

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras ist Dauergast in Brüssel.
Foto: REUTERS
International 25.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Griechenland-Streit

Spitzenrunde sucht verzweifelt Einigung

In der EU-Kommission begann am Donnerstag ein erneutes Spitzentreffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras.

(dpa) - Die Geldgeber Griechenlands machen einen neuen Anlauf, um mit Athen ein Reform- und Sparpaket zu vereinbaren. In der EU-Kommission begann am Donnerstag ein erneutes Spitzentreffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras.

Daran nahmen dem Vernehmen nach, wie bereits am Vortag, EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, IWF-Chefin Christine Lagarde, der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, sowie Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem und der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling teil. Die Spitzenrunde hatte in der Nacht ergebnislos getagt.

Das Reformpaket ist Voraussetzung für die Auszahlung von 7,2 Milliarden Euro blockierten Hilfen. EU-Diplomaten zufolge gibt es bislang nur minimale Annäherung. Die Griechen hätten in quasi allen von den Geldgebern geforderten Punkten - etwa bei Rentenkürzungen und Steuererhöhungen - noch Einwände.

„Die beißen einfach nicht an“, sagte ein Diplomat. Um 13.00 Uhr sollen die Euro-Finanzminister in Brüssel zusammenkommen, am Nachmittag wird der EU-Gipfel in Brüssel beginnen. EU-Währungskommissar Pierre Moscovici schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel auf dem Weg nach Brüssel.




Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Laut Staatsfernsehen
Die griechische Regierung hat kurz vor Ablauf der Frist ihr Sparprogramm an Eurogruppen-Chef Dijsselbloem geschickt. Das Land hofft auf Hilfsgelder.
 Die griechische Regierung hat beim europäischen Rettungsfonds ESM ein drittes Hilfspaket mit drei Jahren Laufzeit beantragt.
Nächtliche Gespräche vertagt
Eigentlich sollte es schon vor dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs einen Deal zu Griechenland geben. Doch die Hängepartie geht weiter. Premier Tsipras pokert bis zuletzt.
IWF-Chefin Lagarde verließ das Treffen in Brüssel am Mittwochabend sichtlich gestresst.
Griechenland-Schuldendrama
Bei den Euro-Finanzministern hat es keine Vereinbarung zu Griechenland gegeben. Ein Krisengipfel wurde einberufen.
Christine Lagarde (IWF), Pierre Moscivici (EU-Kommission) undJeroen Dijsselbloem (Eurogruppe) bei ihrer gemeinsamen Erklärung.
Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hält es für unwahrscheinlich, dass noch in dieser Woche eine Einigung der Geldgeber mit Griechenland erzielt werde. Beim EU-Gipfel in Riga gehe es um andere Themen, sagte er.
Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem (rechts) im Gespräch mit dem griechischen Finanzminister Varoufakis.