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WhatsApp-Chef über Pegasus-Enthüllungen: „Das betrifft uns alle“
International 24.07.2021
Spionagesoftware

WhatsApp-Chef über Pegasus-Enthüllungen: „Das betrifft uns alle“

Die Software "Pegasus" der israelischen Firma NSO kann auf Handys installiert werden, ohne, dass die Opfer etwas davon mitbekommen.
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WhatsApp-Chef über Pegasus-Enthüllungen: „Das betrifft uns alle“

Die Software "Pegasus" der israelischen Firma NSO kann auf Handys installiert werden, ohne, dass die Opfer etwas davon mitbekommen.
Foto: Shutterstock
International 24.07.2021
Spionagesoftware

WhatsApp-Chef über Pegasus-Enthüllungen: „Das betrifft uns alle“

DPA
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WhatsApp-Chef Will Cathcart bezeichnet Enthüllungen zur Überwachungssoftware Pegasus der israelischen Firma NSO als „Weckruf“.

WhatsApp-Chef Will Cathcart hat Enthüllungen zur Überwachungssoftware Pegasus der israelischen Firma NSO als „Weckruf“ bezeichnet. „Mobiltelefone sind entweder für jeden sicher oder sie sind nicht für jeden sicher“, sagte er der britischen Zeitung „The Guardian“ am Samstag. „Wenn das Journalisten auf der ganzen Welt betrifft, wenn das Verteidiger von Menschenrechten auf der ganzen Welt betrifft, dann betrifft das uns alle.“


(FILES) In this file photo taken on August 28, 2016, a woman uses her iPhone in front of the building housing the Israeli NSO group "Pegasus", in Herzliya, near Tel Aviv. - An Israeli firm accused of supplying spyware to governments has been linked to a list of 50,000 smartphone numbers, including those of activists, journalists, business executives and politicians around the world, according to reports Sunday. (Photo by JACK GUEZ / AFP)
Was es mit dem Sitz der israelischen NSO Group auf sich hat
Die Firma, die für das Überwachungssystem „Pegasus“ verantwortlich ist, hat Büros in Luxemburg. Das sagt Außenminister Asselborn dazu.

Zuletzt wurde von einem Journalistenkonsortium international darüber berichtet, dass mit der Software Pegasus Smartphones von zahlreichen Journalisten, Menschenrechtlern, Politikern und Geschäftsleuten ausgespäht worden sein könnten. Die aktuellen Enthüllungen stimmten mit dem überein, was WhatsApp NSO bereits 2019 vorgeworfen habe, erklärte Cathcart: Hochrangige Regierungsbeamte auf der ganzen Welt - darunter auch Personen in hohen Positionen der nationalen Sicherheit - seien bei einem Angriff auf 1.400 WhatsApp-Nutzer im Jahr 2019 von Regierungen mit der Spionagesoftware ins Visier genommen worden.

Facebook, dem WhatsApp gehört, hatte NSO 2019 in den USA verklagt. Der Vorwurf lautet, NSO habe versucht, sich über eine später geschlossene Sicherheitslücke bei WhatsApp Zugriff auf Hunderte Smartphones zu verschaffen. Unter den Zielpersonen seien Journalisten, Anwälte, Dissidenten, Menschenrechtler, Diplomaten und Regierungsbeamte gewesen. NSO wehrt sich vor Gericht. Die Firma betont, dass Verträge mit Kunden wegen des Verdachts von Menschenrechtsverletzungen gekündigt worden seien.

Die NSO Group behaupte, dass eine große Anzahl von Regierungen ihre Software kaufe, sagte Cathcart. „Das bedeutet, dass diese Regierungen (...) das finanzieren.“

Die NSO Group warf dem WhatsApp-Chef vor, absichtlich irreführend zu sein. Ihre Produkte, die an „sicherheitsüberprüfte“ ausländische Regierungen verkauft würden, könnten nicht für Cyberüberwachung in den USA verwendet werden, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Samstag der dpa. „Keinem ausländischen Kunden wurde jemals eine Technologie gewährt, die es ihm ermöglichen würde, auf Telefone mit US-Nummern zuzugreifen.“ Die NSO Group habe zudem keinerlei Einblick in die Daten ihrer Kunden.

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