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So funktioniert die amerikanische Spezialität: Der „Caucus“
International 28.01.2016 Aus unserem online-Archiv

So funktioniert die amerikanische Spezialität: Der „Caucus“

Beim Caucus müssen die Wahlteilnehmer persönlich zu den so genannten "Townhall Meetings" kommen.

So funktioniert die amerikanische Spezialität: Der „Caucus“

Beim Caucus müssen die Wahlteilnehmer persönlich zu den so genannten "Townhall Meetings" kommen.
Foto: AFP
International 28.01.2016 Aus unserem online-Archiv

So funktioniert die amerikanische Spezialität: Der „Caucus“

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Den „Caucus“ als Instrument für die Bestimmung von Parteikandidaten gibt es in den USA seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es handelt sich um kleine Parteiversammlungen.


(dpa) - Den „Caucus“ als Instrument für die Bestimmung von Parteikandidaten gibt es in den USA seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es handelt sich um kleine Parteiversammlungen. Sie finden in Versammlungshallen, Feuerwehrhäusern oder - in besonders ländlichen Gegenden - durchaus auch in der Küche eines Bauernhofes statt.

Am Ende der Versammlung müssen die Teilnehmer darüber abstimmen, welchen Bewerber sie für am überzeugendsten halten. Die Ergebnisse werden gesammelt und später auf Parteitagen unterschiedlicher Ebenen diskutiert und in der Regel bestätigt. Das Verfahren ist aufwendig und durch seinen sublokalen Charakter für Meinungsforscher schwer vorhersagbar.

Es wird in unterschiedlichen Spielarten in ungefähr einem Viertel der 50 US-Bundesstaaten und in einigen Überseegebieten angewendet. In den meisten Staaten stimmen die Parteimitglieder und Sympathisanten dagegen per landesweiter Vorwahl (Primary) ab.