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Sex-Vorwürfe gegen Trumps Kandidaten für Supreme-Court-Posten
Brett Kavanaugh soll im September offiziell zum Richter am Supreme Court ernannt werden - eine hochpolitische Entscheidung.

Sex-Vorwürfe gegen Trumps Kandidaten für Supreme-Court-Posten

AFP
Brett Kavanaugh soll im September offiziell zum Richter am Supreme Court ernannt werden - eine hochpolitische Entscheidung.
International 17.09.2018

Sex-Vorwürfe gegen Trumps Kandidaten für Supreme-Court-Posten

Der Vorfall liegt Jahrzehnte zurück, dennoch ist er von Brisanz: Brett Kavanaugh, konservativer Richter und Kandidat für den obersten Gerichtshof der USA, soll in den 1980ern eine Schülerin sexuell bedrängt haben. Kavanaugh bestreitet das.

(dpa) - Der mögliche Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh muss wegen Vorwürfen, eine ehemalige Mitschülerin vor mehr als 30 Jahren sexuell belästigt zu haben, um seine Nominierung bangen. Nach zahlreichen Oppositionspolitikern forderte mit Jeff Flake nun auch erstmals ein Republikaner, den Nominierungsprozess für Kavanaugh im Senat bis zur Klärung der Vorwürfe zu unterbrechen. Kavanaugh soll nach bisherigem Fahrplan am Donnerstag vom Justizausschuss des Senats empfohlen und vom Senat dann noch im September offiziell ernannt werden.


Protesters hold up signs during a rally near Capitol Hill against the confirmation hearing for Judge Brett Kavanaugh to be an Associate Justice on the US Supreme Court in Washington, DC, on September 4, 2018. - President Donald Trump's newest Supreme Court nominee Brett Kavanaugh is expected to face punishing questioning from Democrats this week over his endorsement of presidential immunity and his opposition to abortion. (Photo by Andrew CABALLERO-REYNOLDS / AFP)
Heftige Proteste bei Anhörung für neuen Supreme-Court-Richter
Der Supreme Court steht in den USA für die Unabhängigkeit der Justiz von der Politik und für die Deutungshoheit über die Verfassung. Die Nominierung eines neuen Richters jedoch ist so politisch aufgeladen wie selten zuvor.

Eine Professorin aus Kalifornien behauptet, Kavanaugh habe sich nach einer Schülerparty Anfang der 1980er Jahre auf sie geworfen und ihr den Mund zugehalten, so dass sie sich nicht durch Schreien habe wehren können. Sie sei davon ihr ganzes Leben psychisch beeinträchtigt gewesen. Kavanaugh bestreitet die Vorwürfe energisch. Sie waren von der Frau zunächst anonym vorgebracht worden, am Sonntag veröffentlichte die „Washington Post“ jedoch ein Interview mit der Frau.

Kavanaugh ist ein erzkonservativer Jurist, den US-Präsident Donald Trump für eine freigewordene Position am Obersten-US-Gerichtshof vorsah. Supreme-Court-Richter sind in den USA hochpolitische Positionen.


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