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Selenskyj bezeichnet Scheinreferenden als Farce
International 28.09.2022
Besetzte Gebiete

Selenskyj bezeichnet Scheinreferenden als Farce

Wolodymyr Selenskyj lässt sich von den Scheinreferenden nicht beeindrucken.
Besetzte Gebiete

Selenskyj bezeichnet Scheinreferenden als Farce

Wolodymyr Selenskyj lässt sich von den Scheinreferenden nicht beeindrucken.
Foto: DPA
International 28.09.2022
Besetzte Gebiete

Selenskyj bezeichnet Scheinreferenden als Farce

Die Besatzungsverwaltungen Donezk und Luhansk sowie in Cherson und Saporischschja sprechen von 99 Prozent Zustimmung für einen Beitritt zu Russland.

(dpa) – Ungeachtet der von russischen Besatzern abgehaltenen Scheinreferenden hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Rückeroberung der betroffenen Gebiete seines Landes angekündigt. „Diese Farce in den besetzten Gebieten kann nicht einmal als Imitation von Referenden bezeichnet werden“, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache in der Nacht zum Mittwoch. „Wir bewegen uns vorwärts und befreien unser Land!“


TOPSHOT - A man runs in front of a destroyed apartment building in Bakhmut, Donetsk region on September 26, 2022, amid Russia's invasion of Ukraine. (Photo by ANATOLII STEPANOV / AFP)
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Kurz zuvor hatten die von Moskau eingesetzten Besatzungsverwaltungen in den ostukrainischen Gebieten Donezk und Luhansk sowie in Cherson und Saporischschja im Süden davon gesprochen, dass die Menschen sich dort angeblich teils mit mehr als 99 Prozent Zustimmung für einen Beitritt zu Russland ausgesprochen hätten.

Zum Urnengang gezwungen

Die Scheinreferenden, die seit vergangenem Freitag insgesamt fünf Tage lang abgehalten wurden, werden weltweit nicht anerkannt, weil sie unter Verletzung ukrainischer und internationaler Gesetze und ohne demokratische Mindeststandards abgehalten werden. Beobachter hatten auf zahlreiche Fälle hingewiesen, in denen die ukrainischen Bewohner der besetzten Gebiete zum Urnengang gezwungen wurden.


TOPSHOT - People carrying luggage walk past vehicles with Russian license plates on the Russian side of the border towards the Nizhniy Lars customs checkpoint between Georgia and Russia some 25 km outside the town of Vladikavkaz, on September 25, 2022. - Russian authorities acknowledged a "significant" influx of cars trying to cross from Russia into Georgia on September 25, 2022, days after Moscow announced partial mobilisation. "There is a significant congestion of private vehicles... around 2,300" waiting to pass one checkpoint along the border, said the local interior ministry in a Russian region that borders Georgia. (Photo by AFP)
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In einem nächsten Schritt wird erwartet, dass die von Moskau eingesetzten Besatzungsverwaltungen offiziell bei Kremlchef Wladimir Putin die Aufnahme in russisches Staatsgebiet beantragen. Putin hatte vor Beginn der Scheinreferenden betont, dass die Gebiete danach komplett unter dem Schutz der Atommacht Russland stünden.    

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