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Selbstmordanschlag im Irak: Dutzende Tote in Bagdad
International 15.10.2016 Aus unserem online-Archiv

Selbstmordanschlag im Irak: Dutzende Tote in Bagdad

Gerade fand eine Trauerfeier statt, als die Bombe explodierte.

Selbstmordanschlag im Irak: Dutzende Tote in Bagdad

Gerade fand eine Trauerfeier statt, als die Bombe explodierte.
Foto: Reuters
International 15.10.2016 Aus unserem online-Archiv

Selbstmordanschlag im Irak: Dutzende Tote in Bagdad

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Trauerfeier in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Samstag mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen.

(dpa) - Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Trauerfeier in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Samstag mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 35 Menschen wurden verletzt, wie der Fernsehsender Al-Sumaria weiter berichtete. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich über das IS-Sprachrohr Amak zu der Bluttat. Der Anschlag ereignete sich in einem vornehmlich von Schiiten bewohnten Stadtviertel im Norden der irakischen Hauptstadt.

Splitter bohrten sich in ein nahe gelegenes Fahrzeug
Splitter bohrten sich in ein nahe gelegenes Fahrzeug
Foto: Reuters

Die Trauerfeier fand im Rahmen des Aschura-Festes statt. Mit diesem erinnern die Schiiten jedes Jahr an den Tod ihres Märtyrers Hussein in der Schlacht von Kerbela im heutigen Irak im Jahr 680. Der IS, der sich aus Sunniten rekrutiert, betrachtet die Schiiten als Todfeinde. Im Irak stellen die Schiiten die Bevölkerungsmehrheit, wurden aber unter dem mit einer US-Intervention 2003 gestürzten Diktator Saddam Hussein blutig unterdrückt.

Die irakischen Behörden untersuchen die Explosionsstätte.
Die irakischen Behörden untersuchen die Explosionsstätte.
Foto: AFP

Im Irak bereitet derzeit die Armee unterstützt von schiitischen Milizen und einer US-geführten Koalition einen Angriff auf die IS-Hochburg Mossul vor, die zweitgrößte Stadt des Landes. Die nordirakische Millionenstadt war 2014 vom IS erobert worden. Der IS ist im Irak wie in Syrien in der Defensive. Hilfsorganisationen rechnen bei einer Offensive auf Mossul mit bis zu 700.000 Flüchtlingen, die versorgt und untergebracht werden müssten. Schon die Rückeroberung der irakischen Städte Falludscha und Ramadi war von schweren Zerstörungen begleitet.


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