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Minister: Abdeslam will nicht mehr reden
International 26.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Seit Anschlägen in Brüssel

Minister: Abdeslam will nicht mehr reden

Salah Abdeslam will nicht mehr mit den Ermittlern sprechen.
Seit Anschlägen in Brüssel

Minister: Abdeslam will nicht mehr reden

Salah Abdeslam will nicht mehr mit den Ermittlern sprechen.
Foto: AFP
International 26.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Seit Anschlägen in Brüssel

Minister: Abdeslam will nicht mehr reden

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam will seit den verheerenden Anschlägen von Brüssel mit mindestens 31 Toten nicht mehr mit Ermittlern sprechen. Das sagte der belgische Justizminister Koen Geens am Freitag im Parlament.

(dpa) - Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam will seit den verheerenden Anschlägen von Brüssel mit mindestens 31 Toten nicht mehr mit Ermittlern sprechen. Das sagte der belgische Justizminister Koen Geens am Freitag im Parlament. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der vor einer Woche in Brüssel gefasste Abdeslam unmittelbar nach den Anschlägen am Dienstag verhört wurde, aber nichts gesagt habe.

Der 26-jährige war den bisherigen Ermittlungen zufolge an den Pariser Anschlägen mit 130 Toten beteiligt und stand auch in Kontakt zu Mitgliedern der Terrorzelle, die am Dienstag die Selbstmordattentate am Brüsseler Flughafen und in einer Metro verübte. Zu den Anschlägen hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.

Abaaoud soll Planer sein

Nach einem Bericht der französischen Zeitung „Le Monde“ hat Abdeslam bei einer Vernehmung am Tag nach seiner Festnahme seine Rolle im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen relativiert. Danach bezeichnete er den wenige Tage später bei einem Polizeieinsatz getöteten Abdelhamid Abaaoud als Planer der Anschläge.

„Es ist Abaaoud. Ich weiß das durch meinen Bruder Brahim. Er ist es, der mir gesagt hat, dass Abaaoud der Verantwortliche war“, sagte Abdeslam laut Zeitung, die sich in ihrer Samstagausgabe auf das Protokoll der Befragung beruft. Die Staatsanwaltschaft in Brüssel wollte den Bericht auf Anfrage nicht bestätigen oder kommentieren.

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