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"Sehr radikale Positionen": Macron kritisiert Thunberg
International 2 24.09.2019 Aus unserem online-Archiv

"Sehr radikale Positionen": Macron kritisiert Thunberg

Emmanuel Macron wirft Greta Thunberg vor, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben.

"Sehr radikale Positionen": Macron kritisiert Thunberg

Emmanuel Macron wirft Greta Thunberg vor, einen Keil in die Gesellschaft zu treiben.
Foto: AFP/Ludovic Marin
International 2 24.09.2019 Aus unserem online-Archiv

"Sehr radikale Positionen": Macron kritisiert Thunberg

Die Wutrede der schwedischen Klimaschützerin Greta Thunberg kam bei Frankreichs Präsident nicht gut an.

(dpa/jt) - Frankreichs Präsident hat Klima-Aktivistin Greta Thunberg für eine Beschwerde beim Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen gegen Frankreich, Deutschland und drei weitere Staaten kritisiert. 

"Lieber konkrete Maßnahmen ergreifen"

Die jungen Aktivisten sollten sich auf diejenigen konzentrieren und Druck ausüben, die versuchten, Dinge zu blockieren, sagte Emmanuel Macron dem französischen Radiosender Europe1 am Dienstag. Er habe nicht das Gefühl, dass das die französische oder die deutsche Regierung sei, so Macron. Während seines Aufenthalts in New York kritisierte er unter anderem Polen, das sich gegen einen europäischen Konsens in Sachen Klimaschutz stelle. 

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Der 41-Jährige fordert die Jugendlichen auf, lieber konkrete Maßnahmen zu ergreifen und sich an Bürgeraktionen für Klimaschutz zu beteiligen. In Richtung von Greta Thunberg meinte Macron, dass "sehr radikale Positionen" zu Spaltungen in der Gesellschaft führen können. 

"Man kann die Leute nicht für sich gewinnen, wenn man Verzweiflung, oder fast schon Hass, sät", meinte die Staatssekretärin im französischen Umweltministerium, Brune Poirson, über die junge Klimakämpferin Thunberg. "Welche Lösungsvorschläge legt sie auf den Tisch? Ich weiß es nicht." 


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Thunberg und 15 weitere Jugendliche hatten zuvor eine Beschwerde bei den UN eingereicht. Darin erklärten sie, dass Frankreich, Deutschland, die Türkei, Argentinien und Brasilien nicht genug gegen den Klimawandel unternehmen und damit gegen die vor 30 Jahren verabschiedete UN-Kinderrechtskonvention verstoßen würden. Laut der Anwälte der Jugendlichen wurden die fünf Länder ausgewählt, weil sie die größten Umweltverschmutzer seien, die sich dem Beschwerdeverfahren für Kinder an den UN-Ausschuss angeschlossen haben.


NEW YORK, NEW YORK - SEPTEMBER 23: Greta Thunberg speaks at the United Nations (U.N.) where world leaders are holding a summit on climate change on September 23, 2019 in New York City. While the U.S. will not be participating, China and about 70 other countries are expected to make announcements concerning climate change. The summit at the U.N. comes after a worldwide Youth Climate Strike on Friday, which saw millions of young people around the world demanding action to address the climate crisis.   Spencer Platt/Getty Images/AFP
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Die Beschwerde ist aufgrund eines Zusatzprotokolls zur Kinderrechtskonvention möglich. Die Kinder und Jugendlichen zwischen 8 und 17 Jahren aus Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Indien, den Marshallinseln Nigeria, Palau, Südafrika, Schweden, Tunesien und den USA werden dabei von einer Rechtsanwaltskanzlei unterstützt. Auch UNICEF unterstützt das Anliegen der Kinder, ist aber nicht offizieller Partner der Beschwerde.

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