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Sechs Tote bei israelischen Angriffen in Syrien
International 2 Min. 24.02.2020

Sechs Tote bei israelischen Angriffen in Syrien

Rauchwolken steigen über dem Gazastreifen auf.

Sechs Tote bei israelischen Angriffen in Syrien

Rauchwolken steigen über dem Gazastreifen auf.
AFP
International 2 Min. 24.02.2020

Sechs Tote bei israelischen Angriffen in Syrien

Rund eine Woche vor der Parlamentswahl in Israel feuern Mitglieder des Islamischen Dschihad in Gaza zahlreiche Raketen auf den jüdischen Staat ab. Israel reagiert nicht nur mit Attacken in dem Küstengebiet.

(dpa) - Der Konflikt zwischen Israel und der Extremistenorganisation Islamischer Dschihad spitzt sich zu: Bei israelischen Luftangriffen im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien sind Aktivisten zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden.

Dabei handelte es sich um zwei Palästinenser des Islamischen Dschihad und vier Mitglieder pro-iranischer Milizen, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag erklärte. Bombardiert worden seien Einrichtungen südlich der Hauptstadt Damaskus.


Die Palästinenser reagierten zunächst zurückhaltend auf den Trump-Plan, doch am Samstag kündigte  Präsident Mahmud Abbas an, alle Beziehungen zu Israel und den USA abzubrechen.
Palästinenser brechen Beziehungen zu Israel und USA ab
Palästinenserchef Mahmut Abbas kündigte am Samstag den Abbruch aller Beziehungen zu Israel und den USA an. Grund ist der Nahost-Friedensplan von US-Präsident Trump.

Israels Armee teilte mit, die Angriffe hätten Zielen des Islamischen Dschihad gegolten. Sie seien eine Reaktion auf Raketenbeschuss der Organisation aus dem Gazastreifen gewesen. Diese habe außerdem versucht, einen Terroranschlag am Gaza-Grenzzaun zu begehen.

Die Luftwaffe habe eine Einrichtung der Organisation bombardiert, in der unter anderem Waffen entwickelt würden, um sie sowohl im Gazastreifen als auch in Syrien herzustellen, teilte die Armee weiter mit. Sie diene außerdem der Produktion von Raketentreibstoff sowie dem Training von Terroristen unter anderem aus dem Gazastreifen.

Darüber hinaus habe die Armee Dutzende Ziele der Organisation in dem von der islamistischen Hamas kontrollierten Gazastreifen am Mittelmeer angegriffen. Dabei habe es sich unter anderem um unterirdische Einrichtungen der Organisation gehandelt, in denen Rohmaterial für die Herstellung von Raketen gelagert werden.

Am Montag wurden nach Armeeangaben 14 weitere Geschosse aus dem Gazastreifen nach Israel abgefeuert. 12 davon seien von dem Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen worden. Israel griff daraufhin nach eigenen Angaben erneut Ziele des Islamischen Dschihad an.

Bereits am Sonntag war es zu Gewalt zwischen dem israelischen Militär und extremistischen Palästinensern gekommen. Dem Tod eines palästinensischen Angreifers durch israelische Soldaten am Nachmittag folgten Raketenangriffe des Islamischen Dschihad auf Israel. Auf palästinensischer Seite hatte für Empörung gesorgt, dass Israel die Leiche des Angreifers mit einem Armee-Bulldozer weggeschafft hatte.


TOPSHOT - US President Donald Trump and Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu (R) speak to the press on the West Wing Colonnade prior to meetings at the White House in Washington, DC, January 27, 2020. (Photo by SAUL LOEB / AFP)
Kommentar: Das Friedensdiktat
Was bezwecken Trump und Netanjahu mit einem Friedensplan, der von vornherein zum Scheitern verurteilt ist?

Die israelische Armee bombardiert immer wieder Ziele in Syrien. Sie will damit verhindern, dass Israels Erzfeind Iran seinen militärischen Einfluss in dem Bürgerkriegsland weiter ausbaut.


Israel hatte zudem 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitserwägungen. Rund zwei Millionen Einwohner leben unter sehr schlechten Bedingungen in dem Küstenstreifen am Mittelmeer. Die dort herrschende islamistische Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben.

Seit der Vorstellung des amerikanischen Nahost-Plans im vergangenen Monat ist die Lage im Heiligen Land angespannt. Anfang Februar kam es zu mehreren Anschlägen in Jerusalem. Bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten im besetzten Westjordanland wurden zudem mindestens vier Palästinenser getötet.

In Israel steht am 2. März die dritte vorgezogene Parlamentswahl innerhalb eines Jahres an. Hintergrund für die politische Krise im Land ist eine Pattsituation zwischen dem rechts-religiösen und dem Mitte-Links-Lager.


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