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Schweres Erdbeben in Chile : Mindestens drei Tote - Tsunamiwarnung
Nach einer Tsunamiwarnung verließen die Küstenbewohner ihre Häuser.

Schweres Erdbeben in Chile : Mindestens drei Tote - Tsunamiwarnung

Foto: REUTERS
Nach einer Tsunamiwarnung verließen die Küstenbewohner ihre Häuser.
International 17.09.2015

Schweres Erdbeben in Chile : Mindestens drei Tote - Tsunamiwarnung

Ein Beben der Stärke 8,3 ereignete sich am Mittwochabend 55 Kilometer vor der Küste in Höhe der Stadt Illapel, die rund 280 Kilometer nördlich der chilenischen Hauptstadt Santiago liegt.

(dpa) - Nach dem schweren Erdbeben in Chile ist die Zahl der Opfer auf mindestens drei gestiegen. Dies sagte Präsidentin Michelle Bachelet. Sie kündigte an, am Donnerstag in die betroffenen Gebiete zu reisen. In Medienberichten, die sich auf örtliche Behörden beriefen, war von vier Toten die Rede.

Die Menschen brachten sich unter freiem Himmel in Sicherheit.
Die Menschen brachten sich unter freiem Himmel in Sicherheit.
Foto: REUTERS

Das Beben der Stärke 8,3 ereignete sich am Mittwochabend 55 Kilometer vor der Küste in Höhe der Stadt Illapel, die rund 280 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago liegt. Die US-Erdbebenwarte USGS bezifferte die Stärke auf 8,4. Es war das stärkste Beben seit über fünf Jahren in der Gegend. Im Februar 2010 waren in Chile bei Erdstößen der Stärke 8,8 mehr als 520 Menschen gestorben.

Das Pazifik-Zentrum für Tsunamiwarnungen warnte nach dem Beben vom Mittwoch vor Wellen von mehr als drei Metern Höhe. Die Bewohner der chilenischen Küstenregionen waren aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Coquimbo wurde Berichten zufolge von vier Meter hohen Wellen getroffen. Der Bürgermeister sagte demnach, Wasser stehe in großen Teilen der Stadt. Kleinere Tsunami-Wellen wurden aus Valparaiso, Concon und anderen chilenischen Städten gemeldet.

Das Beben verursachte Stromausfälle, Straßen nahmen Schaden. Der Bürgermeister von Canela sagte dem Radiosender „Bio Bio“, dort seien viele Hauswände eingestürzt.

Tsunami-Warnung für den Pazifik

Nach dem schweren Erdbeben vor Chile hat der Nationale Wetterdienst der USA (NWS) mehrere Tsunami-Warnungen für den Pazifik ausgegeben. In Französisch-Polynesien könnten die Wellen bis zu drei Meter hoch werden, teilte der NWS mit Sitz in Hawaii am Donnerstag mit. Kleinere Wellen mit bis zu einem Meter Höhe werden unter anderem an den Küsten von Mexiko, Ecuador, Peru, der Antarktis, Japan, Neuseeland, Russland und zahlreichen Pazifik-Inselstaaten erwartet.


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