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Schwere Waldbrände in Südeuropa
International 6 2 Min. 14.08.2017 Aus unserem online-Archiv
Ferienorte in Flammen

Schwere Waldbrände in Südeuropa

Ein Feuerwehrmann kämpft gegen ein Lauffeuer in der Nähe des Dorfes Kalamos, rund 45 Kilometer von der griechischen Hauptstadt Athen entfernt.
Ferienorte in Flammen

Schwere Waldbrände in Südeuropa

Ein Feuerwehrmann kämpft gegen ein Lauffeuer in der Nähe des Dorfes Kalamos, rund 45 Kilometer von der griechischen Hauptstadt Athen entfernt.
Foto: AFP
International 6 2 Min. 14.08.2017 Aus unserem online-Archiv
Ferienorte in Flammen

Schwere Waldbrände in Südeuropa

Bérengère BEFFORT
Bérengère BEFFORT
Brennende Bäume in Griechenland, Feuer und Gefahren aber auch in Italien und Portugal: Die dramatischen Waldbrände treiben tausende Menschen im Süden Europas in die Flucht. Ferienorte werden evakuiert.

(dpa/BB) - Dramatische Waldbrände treiben Tausende im Süden Europas in die Flucht. Besonders schwer getroffen war am Montag Griechenland. Etwa 45 Kilometer nordöstlich von Athen beschädigte ein Feuer Dutzende Ferienhäuser. Augenzeugen berichteten von bis zu 20 Meter hohen Flammen und beißendem Rauch. Für Italien passte das deutsche Auswärtige Amt seine Reisehinweise wegen Brandgefahr an: „Es ist nicht auszuschließen, dass auch Ferienorte in den besonders betroffenen Gebieten evakuiert werden.“

Auch in Portugal wüten wieder Brände, die teils außer Kontrolle zu geraten drohen.

Bilder der Zerstörung

Aus Griechenland waren am Montag Bilder der Zerstörung zu sehen. Der Brand war am Wochenende in einer bewaldeten Region ausgebrochen. Erschwert wurden die Löscharbeiten von Windböen und Rauchschwaden, die sogar Kreta erreichten, wie Satellitenbilder zeigten. Tausende Menschen haben in der Nacht ihre Häuser verlassen und wurden in Sicherheit gebracht. Die meisten harrten entlang der Strände aus.

Die genaue Zahl der zerstörten Häuser bleibt zunächst unklar: „Wir müssen jetzt löschen und keine Bilanzen ziehen“, sagte ein Feuerwehrsprecher im Rundfunk.

Waldbrände waren am Wochenende auch im Westen Griechenlands ausgebrochen. Betroffen waren vor allem Inseln im Ionischen Meer, Zakynthos und Kefalonia. Diese Brände wurden am Montag zum Teil unter Kontrolle gebracht.

In Portugal war besonders schlimm das Zentrum und der Norden des Landes betroffen, wie portugiesische Medien berichteten. Mehr als 3000 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Sorgen bereitete vor allem das Feuer in einem Wald nahe der Kleinstadt Vila de Rei in der Mitte des Landes. Dutzende Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht.

Rennen gegen die Uhr in Korsika

Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika bemühte sich die Feuerwehr am Montag, nach den schweren Wald- und Gebüschbränden verbliebene Hitzestellen zu löschen. Ein Rennen gegen die Uhr, denn laut einem Bericht des Senders France Bleu könnte Ende der Woche neuer Wind Brandherde neu anfachen. „Wir versuchen, so schnell wie möglich zu machen“, so ein Feuerwehrmann.

Auf der Halbinsel Cap Corse nördlich von Bastia waren in den vergangenen Tagen 1.800 Hektar Vegetation in Flammen aufgegangen.

Flammen in Italiens Urlaubsregionen

In Italien sind nach Angaben des deutschen Auswärtigen Amtes besonders die sizilianischen Orte Messina, Catania und Enna sowie auf Sardinien Costa Rei, Porto Pozzo, Arbus und Santa Giusta betroffen.

In Rom lodern auch immer wieder Feuer in dem Pinienwald Castel Fusano auf dem Weg zum Meer auf. Trotz Regen im Norden sind noch nicht alle Gefahren gebannt. Urlauber müssen sich auch in der Toskana und in der Region Bologna darauf einstellen, dass Umleitungen oder Sperrungen den Verkehr beeinträchtigen könnten.

Der Sommer in Italien ist 2017 ungewöhnlich trocken, was die Waldbrandgefahr erhöht. Bis Juli sind dem Umweltschutzverband Legambiente zufolge rund 750 Quadratkilometer Wald- und Wiesenfläche in Flammen aufgegangen, eine Fläche etwa so groß wie Hamburg. Die Polizei geht davon aus, dass allerdings viele Brände auch vorsätzlich gelegt werden.


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