Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Schulz: Keine „Extrawürste“ für Großbritannien
International 02.02.2016 Aus unserem online-Archiv
EU will London zum Bleiben bewegen

Schulz: Keine „Extrawürste“ für Großbritannien

Martin Schulz will keine Ausnahmen für Großbritannien dulden.
EU will London zum Bleiben bewegen

Schulz: Keine „Extrawürste“ für Großbritannien

Martin Schulz will keine Ausnahmen für Großbritannien dulden.
Foto: REUTERS
International 02.02.2016 Aus unserem online-Archiv
EU will London zum Bleiben bewegen

Schulz: Keine „Extrawürste“ für Großbritannien

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat sich im Ringen um einen Verbleib Großbritanniens in der EU gegen „Extrawürste“ für London ausgesprochen. Von einer EU-Reform müssten alle Mitgliedstaaten profitieren, forderte der SPD-Politiker.

(dpa) - EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat sich im Ringen um einen Verbleib Großbritanniens in der EU gegen „Extrawürste“ für London ausgesprochen. Von einer EU-Reform müssten alle Mitgliedstaaten profitieren, forderte der SPD-Politiker am Dienstag im Deutschlandfunk. EU-Gipfelchef Donald Tusk wollte gegen Mittag Vorschläge präsentieren, um Großbritannien den Verbleib in der Europäischen Union schmackhaft zu machen. Dazu gehört nach britischen Angaben eine „Notbremse“, die ein Kürzen von Sozialleistungen für zugewanderte EU-Ausländer erlauben soll.

Premier David Cameron fordert bisher, dass diese EU-Bürger mindestens vier Jahre in Großbritannien gearbeitet haben müssen, bevor sie einen Anspruch auf bestimmte Sozialleistungen haben. Die EU geht mit Reformen auf Cameron zu, damit er beim angekündigten Referendum in Großbritannien einen Verbleib in der EU empfehlen kann.

Wir werden uns einigen“, sagte Schulz. Schließlich brauche die EU Großbritannien, und umgekehrt Großbritannien auch die Europäische Union. Daher werde man den Kompromiss suchen, wenn auch nicht um jeden Preis. Auch er sei für eine Reform der EU, so Schulz. Diese müsse demokratischer, transparenter, effektiver und weniger bürokratisch werden.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Bei den Sozialleistungen, dem Kindergeld und dem Mitspracherecht der Nationalstaaten hat der britische Premier Cameron seinen Amtskollegen in Brüssel Ausnahmen abgerungen. Ein Überblick in fünf Punkten.
Mit einigen versprochenen Sonderregelungen konnte der britische Premier zurück nach London kehren.
EU-Drama in Brüssel vorbei
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich bei ihrem Gipfel in Brüssel auf ein Reformpaket für Großbritannien verständigt, mit dem ein Austritt des Landes aus der Union verhindert werden soll.
(From L) Romanian President Klaus Werner Iohannis, British Prime Minister David Cameron, Cypriot President Nicos Anastasiades and European Commission President Jean-Claude Juncker  attend a European Union (EU) heads of state dinner during an EU summit in Brussels on February 19, 2016.
EU leaders on February 19 agreed on a deal on British Prime Minister David Cameron's controversial reform demands to keep his country in the EU, Lithuania's president said. The agreement comes after two days and nights of haggling with European leaders at a Brussels summit. / AFP / POOL / Martin Meissner
Großbritanniens Premier David Cameron hat am Dienstag einige Bedingungen für einen Verbleib seines Landes in der Europäischen Union gestellt. Jetzt beginnen die Verhandlungen.
Cameron hat den Briten bis spätestens Ende 2017 ein Referendum über Verbleib oder Austritt aus der EU versprochen.