Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Schuldsprüche für Anschlag auf Jüdisches Museum
International 08.03.2019

Schuldsprüche für Anschlag auf Jüdisches Museum

Eine Zeichnung vom 10. Januar zeigt Mehdi Nemmouche (Mitte) vor Gericht. Er wurde als Hauptverdächtiger schuldig gesprochen.

Schuldsprüche für Anschlag auf Jüdisches Museum

Eine Zeichnung vom 10. Januar zeigt Mehdi Nemmouche (Mitte) vor Gericht. Er wurde als Hauptverdächtiger schuldig gesprochen.
Foto: afp
International 08.03.2019

Schuldsprüche für Anschlag auf Jüdisches Museum

Der Anschlag war der erste mit Bezug zur Terrormiliz Islamischer Staat in Europa. Die Jury sah es als erwiesen an, dass der heute 33 Jahre alte Mehdi Nemmouche am 24. Mai 2014 im Jüdischen Museum ein israelisches Touristenpaar, eine Französin und einen Belgier erschossen hatte.

(dpa) - Fast fünf Jahre nach dem islamistischen Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel sind der Hauptverdächtige und ein Mitangeklagter schuldig gesprochen worden. 

Sie seien für die Tat mit vier Toten verantwortlich, befand ein Gericht am Donnerstagabend in Brüssel, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. 


Der unbekannte Täter schoss mit einer Kalaschnikow-Maschinenpistole auf seine Opfer.
Anschlag auf Jüdisches Museum: Polizei fahndet mit Fotos nach Brüsseler Attentäter
Einen Tag nach dem Angriff auf das Jüdische Museum in Brüssel verfolgt die Polizei einen Mann - offenbar ein Einzeltäter. Die Bevölkerung soll mithelfen. Die Hintergründe der Tat bleiben unklar.

Das Strafmaß wurde noch nicht verkündet. Der Anschlag war der erste mit Bezug zur Terrormiliz Islamischer Staat in Europa. Die Jury sah es als erwiesen an, dass der heute 33 Jahre alte Mehdi Nemmouche am 24. Mai 2014 im Jüdischen Museum ein israelisches Touristenpaar, eine Französin und einen Belgier erschossen hatte. 

Kalaschnikow und Flagge der Terrorgruppe ISIS  

Knapp eine Woche später nahmen Ermittler den Franzosen in Südfrankreich fest. Er wurde später nach Belgien ausgeliefert. 

Bei seiner Festnahme hatte er unter anderem eine Kalaschnikow dabei, die in die Flagge der Terrorgruppe ISIS eingehüllt war, die inzwischen nur noch Islamischer Staat (IS) heißt. Nach Angaben der Ermittler kämpfte er zuvor als selbst ernannter „Gotteskrieger“ in Syrien.

Der Mitangeklagte Nacer Bendrer ist ebenfalls Franzose. Er wurde der Beihilfe schuldig gesprochen. Beide Männer hatten die Tat bestritten. 


Mehdi Nemmouche soll für den Tod von vier Menschen verantwortlich sein.
Widerstand aufgegeben: Attentäter von Brüssel stimmt Auslieferung zu
Der Dschihadist, der vier Menschen im jüdischen Museum von Brüssel erschossen haben soll, kann von Frankreich nach Belgien überstellt werden.

Der Anschlag auf das Jüdische Museum war der Startpunkt einer ganzen Reihe von Anschlägen in Europa, bei denen es einen IS-Bezug gab oder die der IS für sich beanspruchte.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Dossier Extremismus: Aus Esch/Alzette nach Aleppo
Vor wenigen Monaten starben zwei junge Männer aus Luxemburg im syrischen Bürgerkrieg. Recherchen des „Luxemburger Wort“ ergaben, dass die beiden nicht allein ihren verhängnisvollen Weg beschritten - sie waren Teil einer Gruppe gewaltbereiter Islamisten aus Esch/Alzette.
Der Gebetsraum der „Association multiculturelle de l’Ouest“ in der Brillstraße in Esch/Alzette gilt als Treffpunkt radikal-islamistischer Dschihadisten.
Der luxemburgische Geheimdienst zur Terrorbedrohung:: „Luxemburg ist vor der terroristischen Gefahr nicht gefeit“
Das Phänomen europäischer Dschihadisten, die nach Syrien aufbrechen, um dort zu kämpfen und bei ihrer Rückkehr unter dem Verdacht stehen, Terrorattentate vorzubereiten, beschäftigt auch Luxemburgs Sicherheitsdienste. Das „Luxemburger Wort“ hat beim „Service de renseignement de l'Etat“ (SRE) nachgefragt, wie die Bedrohung aktuell im Großherzogtum einzuschätzen ist.
Ein Kämpfer in Syrien mit IS-Flagge.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.