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Schuldfrage nicht geklärt: Ermittlungen gegen Assange werden eingestellt
Assange hält sich seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London auf.

Schuldfrage nicht geklärt: Ermittlungen gegen Assange werden eingestellt

AFP
Assange hält sich seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London auf.
International 19.05.2017

Schuldfrage nicht geklärt: Ermittlungen gegen Assange werden eingestellt

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Die schwedische Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen des Vorwurfs einer Vergewaltigung ein. Das teilte die Anklage am Freitag in Stockholm mit.

(dpa) - Die schwedische Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen des Vorwurfs einer Vergewaltigung ein. Das teilte die Anklage am Freitag in Stockholm mit.

Allerdings sieht die schwedische Staatsanwaltschaft die Schuldfrage als nicht geklärt an. „Wir haben die Entscheidung, die Ermittlungen nicht weiterzuführen, nicht getroffen, weil wir alle Beweise in diesem Fall ausgewertet haben, sondern weil wir keine Möglichkeiten sehen, die Ermittlungen weiter voranbringen“, sagte Anklägerin Marianne Ny bei einer Pressekonferenz in Stockholm.

„Wir treffen keine Aussagen zur Schuld.“ Zuvor hatte die Anklage die Ermittlungen gegen Assange wegen der Vorwürfe aus dem Jahr 2010 eingestellt. Der Australier hält sich seit 2012 in Ecuadors Botschaft in London auf, um einer Auslieferung zu entgehen.


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(FILES) This file photo taken on December 20, 2012 shows Wikileaks founder Julian Assange gesturing as he addresses members of the media and supporters from the window of the Ecuadorian embassy in central London.
Swedish prosecutors dropped a seven-year rape investigation into Julian Assange on May 19, 2017 a legal victory for the WikiLeaks founder who has been holed up in the Ecuadoran embassy in London since 2012. / AFP PHOTO / Leon NEAL
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