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Schütze in Texas eröffnet Feuer: sieben Tote und viele Verletzte
International 5 2 Min. 01.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Schütze in Texas eröffnet Feuer: sieben Tote und viele Verletzte

Schütze in Texas eröffnet Feuer: sieben Tote und viele Verletzte

Foto: AFP
International 5 2 Min. 01.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Schütze in Texas eröffnet Feuer: sieben Tote und viele Verletzte

Wieder erschießt ein Mann in den USA mehrere Menschen - wieder macht sich Empörung über das laxe Waffenrecht breit. Präsident Trump lässt sich über den Fall informieren - und sieht sich aufs Neue mit der politischen Forderung nach Reformen konfrontiert.

(dpa) - Nach einer Verkehrskontrolle im US-Bundesstaat Texas hat ein Schütze scheinbar wahllos das Feuer eröffnet. Sieben Menschen wurden getötet und rund 20 Personen verletzt, wie der örtliche Fernsehsender Kosa am Sonntag berichtete. Unter den Verletzten war auch ein 17 Monate altes Baby, dem der Täter ins Gesicht geschossen hatte.

Der Schütze, ein etwa Mitte 30 Jahre alter Weißer, wurde am Samstag (Ortszeit) von Polizisten erschossen. Die Polizei hatte zunächst von fünf Todesopfern gesprochen. Der Vorfall erneuerte in den USA auch wieder die Debatte um schärfere Waffengesetze.


Emergency services are at work in Villeurbanne on the ouskirts of Lyon, south-eastern France on August 31, 2019, after a knife attack which has left one dead and six injured. - Two men, one armed with a knife and the other with a skewer, carried out the attack in Villeurbanne in southeastern France, the official said, without giving further details on the motive for the stabbing. (Photo by PHILIPPE DESMAZES / AFP)
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Der Angriff hatte laut Polizei mit einer normalen Verkehrskontrolle zwischen den Orten Midland und Odessa begonnen, bei der der Verdächtige plötzlich das Feuer auf einen Polizisten eröffnete. Danach sei er nach Odessa gefahren, habe weiter um sich geschossen, sein Auto abgestellt und einen Lieferwagen der Post gekapert. Die Polizei stellte ihn auf dem Parkplatz eines großen Kinos. Das Tatmotiv war auch Stunden nach dem Verbrechen unklar. Auch drei Polizisten wurden verletzt.

US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, Justizminister William Barr habe ihn über den Vorfall informiert. Auch die Bundespolizei FBI befasse sich mit dem Fall. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, verurteilte den Zwischenfall als „sinnlosen und feigen Angriff“. Er werde nicht zulassen, dass Texas von „Hass und Gewalt“ überzogen werde, erklärte er.

Zur Tat selbst äußerte sich Trump zunächst nicht - anders als viele Politiker der Demokraten, die ihrer Empörung über das nächste „mass shooting“ und die vergleichsweise laxen Waffengesetze in den USA auf Twitter Luft machten. „Genug. Wir müssen dieser Epidemie ein Ende setzen“, forderte der wohl aussichtsreichste Präsidentschaftsbewerber der Demokraten, Joe Biden. Ähnliche Worte wählte seine parteiinterne Konkurrentin Kamala Harris: „Ich habe es satt. Amerika hat es satt. Wir müssen handeln.“


Ein schwer erträgliches Bild: Trauer um 26 Opfer des Massakers von Sutherland Springs.
Entwaffnet Euch!
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Die politischen Reaktionen verliefen dabei ziemlich exakt entlang der Parteilinien: Während viele Demokraten ihre Mitleidsbekundungen mit der Forderung nach einer Reform des Waffenrechts verknüpften, beschränkten sich republikanische Politiker zumeist aufs Kondolieren. Amerikanische Bürgerrechtler werfen Trumps Partei seit langem eine unbotmäßige Nähe zur mächtigen und finanzkräftigen Waffenlobby vor.


Ein Schütze hat in einem Einkaufszentrum in El Paso mindestens 20 Menschen getötet.
21 Tote bei Massaker in Einkaufszentrum in Texas
Zum dritten Mal in einer Woche werden Menschen in den USA zum Opfer eines Todesschützen, dieses Mal in der Grenzstadt El Paso. Die Behörden ermitteln nicht nur wegen Mordes - es gibt Hinweise, dass es sich um ein Hassverbrechen handeln könnte.

In den USA, wo Waffen in der Regel sehr leicht zu kaufen sind, werden immer wieder Menschen in Schulen, Einkaufszentren oder auf offener Straße erschossen. Tausende Menschen sterben jedes Jahr infolge von Schusswaffengebrauch. Erst Anfang August hatten zwei Schützen in El Paso (Texas) und in Dayton (Ohio) mit Sturmgewehren ein regelrechtes Blutbad angerichtet und insgesamt 31 Menschen getötet. Die seit Jahren anhaltenden Bemühungen um härtere Waffengesetze blieben aber auch nach diesen Taten fruchtlos.

In Texas sind die Waffenregeln noch lockerer als in den meisten anderen Bundesstaaten. Den neuerlichen Zwischenfall verurteilte Gouverneur Greg Abbott als „sinnlosen und feigen Angriff“. Er werde nicht zulassen, dass Texas von „Hass und Gewalt“ überzogen werde, und wolle sich am Sonntag in Odessa selbst ein Bild der Lage verschaffen. 

 Auf Twitter wurde Abbott prompt mit einem Tweet vom Oktober 2015 konfrontiert. Damals hatte er auf seinem persönlichen Account geschrieben, er sei „beschämt“ darüber, dass Texas bei der Statistik zu neuen Waffenkäufen USA-weit Platz zwei hinter Kalifornien belege. Seine Schlussfolgerung damals: „Lasst uns einen Zahn zulegen, Texaner.“


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 / AFP PHOTO / Daniel KRAMER