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Schütze in Colorado tötet zehn Menschen im Supermarkt
International 1 2 Min. 23.03.2021 Aus unserem online-Archiv

Schütze in Colorado tötet zehn Menschen im Supermarkt

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, ein Polizist wurde dabei tödlich verletzt

Schütze in Colorado tötet zehn Menschen im Supermarkt

Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, ein Polizist wurde dabei tödlich verletzt
Foto: AFP
International 1 2 Min. 23.03.2021 Aus unserem online-Archiv

Schütze in Colorado tötet zehn Menschen im Supermarkt

Ein Supermarkt im US-Bundesstaat Colorado wird zum Tatort, wieder sterben Menschen. Es ist das zweite größere „Shooting“ in den USA in einer Woche.

(dpa) - Ein Schütze hat im US-Bundesstaat Colorado zehn Menschen getötet. Schauplatz der Bluttat war am Montagnachmittag ein Supermarkt, der zu einem Einkaufskomplex mit mehreren Geschäften und Cafés in der Stadt Boulder nordwestlich von Denver gehört. Unter den Toten ist auch ein Polizist. Polizeichefin Maris Herold erklärte am Montagabend (Ortszeit), der getötete Kollege sei einer der ersten Beamten am Tatort gewesen und erschossen worden.

Ein Verdächtiger wurde in Gewahrsam genommen und soll sich aufgrund von Verletzungen in medizinischer Behandlung befindenAngaben über weitere Verletzte habe es zunächst nicht gegeben, twitterte die Polizei.  Zum Motiv machten die Behörden mit Verweis auf das frühe Stadium der Ermittlungen keine Angaben.

Die Polizei habe Meldungen über Schüsse und eine verdächtige Person mit einem Patrouillengewehr erhalten, erklärte Herold. Die Polizei rückte mit einem massiven Aufgebot an - der Ladenkomplex wurde umstellt, auch schwer bewaffnete Spezialkräfte waren im Einsatz. Per Lautsprecher riefen die Sicherheitskräfte den Verdächtigen zum Aufgeben auf.

Augenzeugen berichteten von mehreren Schüssen und reglosen Menschen auf dem Boden des Supermarktes und auf dem Parkplatz. Auf Videobildern war zu sehen, wie ein Mann mit blutüberströmtem Bein und nacktem Oberkörper von der Polizei abgeführt wurde. Ob es sich dabei um den Verdächtigen handelte, war zunächst unklar.


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„Es fühlt sich an wie der sicherste Ort in Amerika, und ich wurde gerade fast getötet, weil ich eine Limo und eine Tüte Chips gekauft habe“, sagte ein schockierter Augenzeuge namens Ryan Borowski dem Sender CNN. Er berichtete, dass es im Supermarkt mehrmals laut geknallt habe. Beim dritten Knall seien die Leute nur noch gerannt.

Präsident Biden informiert

Der zuständige Bezirksstaatsanwalt Michael Doherty sagte: „Es ist eine Tragödie und ein Alptraum.“ Gouverneur Jared Polis sprach von einem „entsetzlichen Ereignis“. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, teilte mit, US-Präsident Joe Biden sei über den Vorfall in Colorado informiert worden und werde auf dem Laufenden gehalten.


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Medienberichten zufolge versuchten sich Menschen am Tatort vor dem Schützen in Sicherheit zu bringen. Sein Schwiegersohn und zwei Enkelinnen hätten sich zur Tatzeit in dem Supermarkt befunden und rund eine Stunde lang in einer Umkleide versteckt, sagte Steve Staeger dem Sender NBC. Die Polizei habe sie schließlich in Sicherheit gebracht. Der Mann forderte eine Reform der Waffengesetzgebung: „Jede Woche - jede Woche gibt es in den USA eine Schießerei. Diesmal waren wir dran. Das sollte sich nirgends wiederholen“.  

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In den USA kommt es quasi täglich zu tödlichen Zwischenfällen mit Waffen, die dort leicht zu kaufen sind. Die Gesundheitsbehörde CDC verzeichnete in ihrer jüngsten Statistik aus dem Jahr 2018 insgesamt 39.40 Schusswaffentote in den USA - also etwa 109 Tote pro Tag.

Vergangenen Dienstag waren in drei Massage-Salons in und um Atlanta im US-Bundesstaat Georgia innerhalb kurzer Zeit acht Menschen erschossen worden. Sechs von ihnen hatten einen asiatischen Hintergrund, sieben Opfer waren Frauen. Als Motiv für die brutalen Angriffe nannte der weiße Tatverdächtige Sexsucht und das Ziel, die „Versuchung“ durch Massage-Salons ausmerzen zu wollen. Die Bluttat hatte in den USA die Debatte über zunehmende Diskriminierung und Anfeindung asiatischstämmiger Amerikaner angefacht.


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