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"Schokoladen-König": Ukrainischer Präsident Poroschenko legt Amtseid auf Verfassung ab
International 07.06.2014 Aus unserem online-Archiv

"Schokoladen-König": Ukrainischer Präsident Poroschenko legt Amtseid auf Verfassung ab

Petro Poroschenko schreitet die Ehrengarde ab.

"Schokoladen-König": Ukrainischer Präsident Poroschenko legt Amtseid auf Verfassung ab

Petro Poroschenko schreitet die Ehrengarde ab.
Foto: Konstantin Grishin / Reuters
International 07.06.2014 Aus unserem online-Archiv

"Schokoladen-König": Ukrainischer Präsident Poroschenko legt Amtseid auf Verfassung ab

In der krisengeschüttelten Ukraine hat der Milliardär Petro Poroschenko offiziell sein Amt als Staatschef angetreten. Im Parlament legte der 48-Jährige am Samstag in Anwesenheit von Gästen aus mehr als 50 Ländern den Amtseid auf die Verfassung ab.

(dpa) - In der krisengeschüttelten Ukraine hat der Milliardär Petro Poroschenko offiziell sein Amt als Staatschef angetreten. Im Parlament legte der 48-Jährige am Samstag in Anwesenheit von Gästen aus mehr als 50 Ländern den Amtseid auf die Verfassung ab. Auch Bundespräsident Joachim Gauck, US-Vizepräsident Joe Biden und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy nahmen an der Zeremonie teil.

„Ich verpflichte mich, mit allen Mitteln die Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine zu verteidigen“, sagte Poroschenko in seinem Amtseid.

Unter den Gästen war auch der als letzter weißrussischer Diktator kritisierte weißrussische Staatschef Alexander Lukaschenko, der in einer Reihe mit Gauck saß. Vor der Zeremonie sprach der Bundespräsident im Parlamentssaal auch mit Ex-Profi-Boxer Vitali Klitschko, der neuer Bürgermeister von Kiew ist.

Im Anschluss an die Parlamentssitzung übernimmt Poroschenko auf dem Sophienplatz die Befehlsgewalt über die Streitkräfte. Die Amtseinführung wird überschattet von blutigen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten in der Ostukraine.

Der wegen seiner Süßwaren auch als „Schokoladen-König“ bekannte Oligarch hatte die Präsidentenwahl vor zwei Wochen mit 54,70 Prozent der Stimmen gewonnen. Die russisch geprägten Regionen hatten den Urnengang zum großen Teil boykottiert. Sie erkennen Poroschenko nicht an.

Auch Russland sprach bisher nur von Respekt für die Wahl des ukrainischen Volkes und nicht - wie vom Westen gefordert - von einer Anerkennung des Ergebnisses. Russland war mit seinem Botschafter bei der Zeremonie vertreten.