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Schock in Köln
International 1 05.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Übergriffe in der Silvesternacht

Schock in Köln

NIcht überall waren die Bilder in der Domstadt so harmonisch wie auf diesem Foto.
Übergriffe in der Silvesternacht

Schock in Köln

NIcht überall waren die Bilder in der Domstadt so harmonisch wie auf diesem Foto.
Foto: AFP
International 1 05.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Übergriffe in der Silvesternacht

Schock in Köln

Was passierte in der Silvesternacht in Köln? Die Polizei versucht, die massiven sexuellen Übegriffe auf Frauen aufzuklären.

(jag/dpa) - Das mediale Echo kam spät, aber dafür umso gewaltiger: Von "Der Spiegel" über "Die Frankfurter Allgemeine" bis zu "Die Welt" und "Tagesschau" ist das Entsetzen zu spüren, das die Vorfälle in Köln ausgelöst haben. Dutzende Frauen wurden in der Silvesternacht auf dem Bahnhofsvorplatz von betrunkenen und zum Teil aggressiven  Jugendlichen und jungen Männern sexuell belästigt und bestohlen, in einem Fall wurde sogar eine Vergewaltigung gemeldet.

Zeugen sprechen von Männern aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum welche zuerst ausgelassen gefeiert hätten. Dann seien Feuerwerksraketen auf die Menge abgefeuert worden. Anschließend kam es im allgemeinen Gewühle zu verbalen Drohungen, Beleidigungen und sexuellen Übergriffen.

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Auch eine Polizistin soll unter den Opfern sein. Bis zu 80 Frauen haben sich in der Zwischenzeit bei der Polizei gemeldet. Kölns Polizeipräsident sprach von "Straftaten einer völlig neuen Dimension". In der Nacht selbst war die Polizei zwar vor Ort, den Beamten war aber nichts Besonderes aufgefallen.

Mittlerweile hat die Politik reagiert, der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger, erklärte: "Wir nehmen es nicht hin, dass sich nordafrikanische Männergruppen organisieren, um wehrlose Frauen mit dreisten sexuellen Attacken zu erniedrigen." Die Polizei müsse jetzt konsequent agieren, einen rechtsfreien Raum dürfe es nicht geben. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker traf sich noch am Morgen zu einer Krisensitzung mit Polizei und Bundespolizei.

Der deutsche Justizminister Heiko Maas verurteilte die Übergriffe und bezeichnete sie als feige und abscheulich: „Alle Täter müssen konsequent ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden.“ Maas geht demnach von einer völlig neuen „Dimension organisierter Kriminalität aus“. Außerdem forderte er mehr Sicherheit: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen in unseren Städten blanker Gewalt schutzlos ausgeliefert sind.“

Da zahlreiche YouTube-Videos von den Übergriffen existieren, dürften die Schuldigen wohl schnell ausfindig gemacht werden. Ob es sich um Flüchtlinge handelt, wollte die Polizei bisher nicht bestätigen. Mit einer vorschnellen Verurteilung befürchtet man den ausländerfeindlichen Ressentiments in Deutschland weiter Auftrieb zu geben.


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