Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Schlechte Umfragewerte für Trump
International 04.02.2017 Aus unserem online-Archiv
Nach Amtsantritt

Schlechte Umfragewerte für Trump

Zwei Wochen nach seiner Amtsübernahme erhielt Trump die schlechtesten Umfragewerte, die je bei einem US-Präsidenten zu diesem Zeitpunkt der Amtszeit gemessen wurden.
Nach Amtsantritt

Schlechte Umfragewerte für Trump

Zwei Wochen nach seiner Amtsübernahme erhielt Trump die schlechtesten Umfragewerte, die je bei einem US-Präsidenten zu diesem Zeitpunkt der Amtszeit gemessen wurden.
Foto: REUTERS
International 04.02.2017 Aus unserem online-Archiv
Nach Amtsantritt

Schlechte Umfragewerte für Trump

Steve BISSEN
Steve BISSEN
Mithilfe von Dekreten setzt der neue US-Präsident Trump seine Wahlversprechen um. Doch eine Mehrheit der Amerikaner ist mit seiner Politik unzufrieden.

(dpa) - Nach einer Reihe umstrittener Anordnungen haben die Amerikaner den neuen US-Präsidenten Donald Trump in Umfragen abgestraft. Zwei Wochen nach seiner Amtsübernahme erhielt Trump die schlechtesten Umfragewerte, die je bei einem US-Präsidenten zu diesem Zeitpunkt der Amtszeit gemessen wurden. Einer am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Umfrage im Auftrag des Senders CBS zufolge kommt Trump derzeit auf eine Zustimmungsrate von 40 Prozent.

Der Sender CNN ermittelte 44 Prozent, beim Meinungsforschungsinstitut Gallup kam Trump auf 43 Prozent. Der 70-Jährige sei der erste Präsident in der Geschichte mit negativen Zustimmungswerten zu diesem Zeitpunkt, kommentierten US-Medien.

Das konservative Institut Rasmussen ermittelte für den Politnovizen eine Zustimmung von 54 Prozent. Doch auch dies ist schlechter als bei seinen Vorgängern. Barack Obama lag bei Rasmussen am 3. Februar 2009 bei einer Zustimmungsrate von 61 Prozent.

Der CNN-Umfrage zufolge hält eine Mehrheit Trumps Politik in wichtigen Bereichen für falsch. Dabei sind mit Terrorismus (53 Prozent Ablehnung), Immigration (56 Prozent Ablehnung) oder Außenpolitik (55 Prozent Ablehnung) viele Felder, in denen Trump zuletzt mit Präsidialerlassen für Aufregung gesorgt hatte.

Mauerbau in der Kritik

Auf großen Widerstand stößt demnach die Ankündigung des Präsidenten, mit einer Grenzmauer die Einwanderung aus Mexiko und anderen lateinamerikanischen Staaten stoppen zu wollen. Sechs von zehn Befragten lehnen das Vorhaben ab. Auch für den vorübergehenden Einreisestopp für Menschen aus sieben islamischen Staaten bekommt Trump keine Mehrheit: 53 Prozent sind gegen den Erlass, 47 Prozent dafür.

Allerdings zeigt die CNN-Umfrage auch, wie zerrissen das Land ist. Während unter den Anhängern der Demokraten 88 Prozent den Einreisestopp ablehnen, stimmen ihm 88 Prozent der Republikaner zu. Doch egal, welcher Partei die Befragten nahestehen: Den meisten Amerikanern war offenbar klar, wie Trump regieren würde - 78 Prozent gaben an, der Unternehmer im Weißen Haus verhalte sich genau wie erwartet.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Angriff auf die Medien
Alles bestens: Diese Zwischenbilanz zieht Trump nach vier Wochen. Überall Erfolge, nur leider berichte niemand darüber. Aber der Präsident muss einen weiteren Rückschlag hinnehmen.
U.S. President Donald Trump shows Resolution 38, which nullfies the "stream protection rule", after signing at the White House in Washington, U.S., February 16, 2017. REUTERS/Carlos Barria
Nach drei Wochen Donald Trump
Einreisestopp für sieben muslimische Länder, Mauerbau an der US-mexikanischen Grenze - mit seinen zahlreichen Dekreten hat Donald Trump in seinen knapp drei Wochen Amtszeit bereits für viel Tumult gesorgt.
Der Beginn der Amtszeit von US-Präsident Trump verlief turbulent - um das Mindeste zu sagen.
Proteste in aller Welt nach der Amtsübernahme von Donald Trump: Seine aggressive Antrittsrede verstärkt vorhandene Sorgen. Im Inland verschärft der neue US-Präsident seine Angriffe gegen Medien.
WASHINGTON, DC - JANUARY 21: Protesters walk up Pennsylvania Avenue during the Women's March on Washington, with the U.S. Capitol in the background, on January 21, 2017 in Washington, DC. Large crowds are attending the anti-Trump rally a day after U.S. President Donald Trump was sworn in as the 45th U.S. president.   Mario Tama/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Kann das gutgehen? Kurz nach seiner Wahl versucht Donald Trump offenbar einen Spagat zwischen dem Partei-Establishment und seiner radikaleren Basis. Aber das birgt Zündstoff.
Zwei kontorverse Entscheidungen: Reince Priebus (links) soll Trumps Stabschef werden, der radikale Provocateur Steve Bannon sein Chefstratege.