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Schiff unter luxemburgischer Flagge im Atlantik gesunken
International 29.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Schiff unter luxemburgischer Flagge im Atlantik gesunken

Eine Aufnahme zeigt die drei Matrosen der "Bourbon Rhode" in einem Rettungsfloß.

Schiff unter luxemburgischer Flagge im Atlantik gesunken

Eine Aufnahme zeigt die drei Matrosen der "Bourbon Rhode" in einem Rettungsfloß.
Foto: Französische Marine
International 29.09.2019 Aus unserem online-Archiv

Schiff unter luxemburgischer Flagge im Atlantik gesunken

Vor der Küste der Karibikinsel Martinique ist ein Versorgungsschiff der Reederei Bourbon untergegangen. Elf Matrosen sind verschollen. Das Schiff war unter luxemburgischer Flagge unterwegs.

(jt) - Ein Schiff, das unter luxemburgischer Flagge unterwegs war, ist im Atlantischen Ozean in Seenot geraten und danach untergegangen. Das Schlepp- und Versorgungsschiff "Bourbon Rhode" war etwa 1200 Meilen vor der Insel Martinique in den Einflussbereich von Hurrikan "Lorenzo" geraten, wie das Commissariat aux affaires maritimes am Sonntag mitteilt. Die "Bourbon Rhode"  setzte am Donnerstag einen Notruf ab, nachdem ein großes Leck im hinteren Bereich des Schiffs entdeckt worden war. An Bord waren 14 Besatzungsmitglieder. Elf von ihnen werden derzeit vermisst, drei konnten gerettet werden.

Mehrere Handelsschiffe änderten ihren Kurs und fuhren an die Stelle, von der die "Bourbon Rhode" den Notruf abgesetzt hatte. Auch ein Flugzeug des US-Hurrikanzentrums NHC suchte nach Überlebenden. Die französische Marine beorderte eine speziell ausgerüstete Falcon-50-Maschine an Ort und Stelle.

Am Samstag entdeckte die Besatzung der Falcon 50 ein Rettungsfloß im Meer, auf das sich drei Passagiere des gesunkenen Schiffs gerettet hatten. Die drei Matrosen wurden anschließend an Bord eines Handelsschiffes gebracht und medizinisch betreut. "Nunmehr ist bestätigt, dass die 'Bourbon Rhode' gesunken ist", erklärte das Commissariat aux affaires maritimes.

 

"Bei nun besser werdenden Wetterbedingungen werden weiterhin alle Mittel eingesetzt, um die Suche nach den anderen elf vermissten Seemännern fortzusetzen", so das Commissariat in einer Pressemitteilung am Sonntagabend. 

Die französische Reederei Bourbon, Eigentümerin des Schiffs und spezialisiert auf maritime Dienstleistungen für die Ölindustrie, richtete einen Krisenstab ein.

Obwohl Luxemburg ein Binnenstaat ist, sind rund 200 Schiffe unter der luxemburgischen Flagge mit dem roten Löwen auf den Weltmeeren unterwegs.



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