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Schiff mit 450 Migranten auf dem Mittelmeer - Italien sagt Nein
International 13.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Schiff mit 450 Migranten auf dem Mittelmeer - Italien sagt Nein

Schiff mit 450 Migranten auf dem Mittelmeer - Italien sagt Nein

AFP
International 13.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Schiff mit 450 Migranten auf dem Mittelmeer - Italien sagt Nein

Malta und Italien streiten erneut um ein Schiff mit Migranten an Bord. Das Boot mit rund 450 Flüchtlingen war auf dem Mittelmeer unterwegs.

(dpa) - Malta und Italien streiten erneut um ein Schiff mit Migranten an Bord. Das Boot mit rund 450 Flüchtlingen war auf dem Mittelmeer unterwegs. Das Boot sei in maltesischen Gewässern gewesen, deshalb müsse sich Malta darum kümmern, erklärte Italiens Innenminister Matteo Salvini am Freitagabend auf Twitter. „Malta, die Schlepper und die Gutmenschen ganz Italiens und der ganzen Welt sollen wissen, dass dieses Schiff in einen italienischen Hafen nicht einfahren kann und darf.“

Italienische Medien berichteten, dass das große Fischerboot nun Richtung der italienischen Insel Lampedusa fahre.

Das Schiff sei 53 Seemeilen vor Lampedusa und 110 Seemeilen von Malta entfernt gewesen, als die Seenotrettungsstelle in Malta informiert worden sei, so ein Regierungssprecher in Valletta. Malta habe keine Befugnis, Anweisungen zu geben.

Unklar war, um was für ein Boot es sich genau handelt und wer es steuerte. Laut Medien handelt es sich um ein zweistöckiges Holzschiff. Das wäre eine neue Entwicklung, denn seit langem legten vor allem Schlauchboote in Libyen ab, mit denen es nicht möglich gewesen wäre, eigenständig in Italien anzukommen.

Italien hat Hilfsorganisationen die Einfahrt in die Häfen des Landes verwehrt. Auch die Insel Malta sieht sich nicht für die Aufnahme zuständig. Derzeit sind keine privaten Seenotretter auf dem Mittelmeer unterwegs. Ihnen wird vorgeworfen, indirekt den Schleppern in die Hände zu spielen, indem sie die Migranten von den schrottreifen Booten retteten und nach Italien bringen. Auch andere Schiffe mit geretteten Migranten waren bereits mehrere Tage auf dem Meer blockiert.


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