Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Sanktionen greifen erst in einigen Tagen: Russland erhält Zeit zum Einlenken
International 08.09.2014

Sanktionen greifen erst in einigen Tagen: Russland erhält Zeit zum Einlenken

Frankreich liefert einen Hubschrauberträger der Mistral-Klasse vorerst nicht nach Russland aus. Moskau muss sich auf weitere Wirtschaftssanktionen gefasst machen, die unter anderem den Rüstungsbereich betreffen.

Sanktionen greifen erst in einigen Tagen: Russland erhält Zeit zum Einlenken

Frankreich liefert einen Hubschrauberträger der Mistral-Klasse vorerst nicht nach Russland aus. Moskau muss sich auf weitere Wirtschaftssanktionen gefasst machen, die unter anderem den Rüstungsbereich betreffen.
STEPHANE MAHE
International 08.09.2014

Sanktionen greifen erst in einigen Tagen: Russland erhält Zeit zum Einlenken

Die EU-Staaten haben sich am Montag darauf geeinigt, die Sanktionen gegen Russland auszuweiten. Anwendung finden sie erst in einigen Tagen. Die Atempause soll Russland die Möglichkeit geben, im Ukraine-Konflikt einzulenken.

(dpa) - Die EU verzögert die Anwendung verschärfter Russland-Sanktionen um einige Tage. Das Paket sei aber von den nationalen Regierungen genehmigt worden, teilte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy am Montag in Brüssel mit. Die Atempause soll Russland Zeit geben zum Einlenken im Ukraine-Konlikt.

Die neuen Maßnahmen sollten „in den nächsten paar Tagen“ in Kraft treten, schrieb Van Rompuy. „Dies wird (uns) Zeit geben für eine Beurteilung der Umsetzung der Waffenstillstands-Vereinbarung und des Friedensplans.“ Mit Blick auf die Situation vor Ort - also in der Ostukraine - sei die EU bereit, „die vereinbarten Sanktionen ganz oder teilweise noch einmal zu überdenken“. Nach Angaben eines Diplomaten sollen die EU-Botschafter am Mittwoch wieder über die Lage beraten.

Die neuen Wirtschaftssanktionen richten sich laut Diplomaten unter anderem gegen Staatsbanken, Rüstungsfirmen und Unternehmen aus der Erdölförderung. Die EU will ihnen den Zugang zu europäischen Krediten erschweren. Zudem wird das Exportverbot für Technologie zur Erdölförderung ausgeweitet, ebenso die Beschränkungen zur Ausfuhr militärisch nutzbarer Güter. Rund 20 Personen belegt die EU mit Konten- und Einreisesperren. Betroffen sind ostukrainische Separatisten und Meinungsführer aus der russischen Politik und Wirtschaft.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Keine Einigung: EU streitet weiter über Russland-Sanktionen
Bereits am Montag haben sich die EU-Staaten auf Wirtschaftssanktionen gegen Russland geeinigt. Meinungsverschiedenheiten gibt es nun weiterhin darüber, wann sie in Kraft treten sollen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hofft auf eine baldige Entscheidung.
Angela Merkel setzt sich dafür ein, dass die angekündigten Sanktionen gegen Russland schnellstmöglich umgesetzt werden.
EU/Ukraine: Topposten und Sanktionen
Der Ärger über Russland ist groß. In der EU läuft alles auf neue Sanktionen gegen Moskau hinaus. Luxemburgs Aussenminister Jean Asselborn wollte am Freitag  noch nicht "von Krieg" reden.
Wladimir Putin sieht sich mit immer schärferen Reaktionen konfrontiert.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.