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Sanders steigt aus US-Präsidentschaftsrennen aus - Weg frei für Biden
International 2 Min. 08.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Sanders steigt aus US-Präsidentschaftsrennen aus - Weg frei für Biden

Der demokratische Kandidat für die Bewerbung um die US-Präsidentschaft, Senator Bernie Sanders (r.), und sein Kontrahent, der ehemalige Vizepräsident Joe Biden, begrüßen sich vor einer Debatte am 15. März im Fernsehen mit einem Ellbogenstoß statt mit Handschlag. Sanders steigt aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten aus und macht damit den Weg frei für eine Kandidatur des Ex-US-Vizepräsidenten Biden.

Sanders steigt aus US-Präsidentschaftsrennen aus - Weg frei für Biden

Der demokratische Kandidat für die Bewerbung um die US-Präsidentschaft, Senator Bernie Sanders (r.), und sein Kontrahent, der ehemalige Vizepräsident Joe Biden, begrüßen sich vor einer Debatte am 15. März im Fernsehen mit einem Ellbogenstoß statt mit Handschlag. Sanders steigt aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten aus und macht damit den Weg frei für eine Kandidatur des Ex-US-Vizepräsidenten Biden.
Foto: dpa
International 2 Min. 08.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Sanders steigt aus US-Präsidentschaftsrennen aus - Weg frei für Biden

Zuletzt waren die Präsidentschaftsvorwahlen der US-Demokraten ein Zweikampf: Biden gegen Sanders, moderat gegen links. Nach enttäuschenden Vorwahlergebnissen gibt der linke Senator Sanders nun auf. Trump bekommt es im Herbst also mit Biden zu tun.

(dpa) - Der linke Senator Bernie Sanders steigt aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten aus und macht damit den Weg frei für eine Kandidatur des Ex-Vizepräsidenten Joe Biden. Sanders' Wahlkampfteam gab seine Entscheidung am Mittwoch bekannt, einen Tag nach der jüngsten Vorwahl im US-Bundesstaat Wisconsin. Damit ist Biden der einzige verbliebene Bewerber im Rennen der Demokraten und steht de facto als Herausforderer von Präsident Donald Trump fest. Die Wahl findet am 3. November statt.

Sanders wollte sich noch am Mittwoch in einer Live-Schalte vor seinen Anhängern äußern. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus war der US-Wahlkampf zuletzt weitgehend zum Erliegen gekommen. Diverse Bundesstaaten verschoben ihre ursprünglich für März und April angesetzte Vorwahlen auf einen späteren Zeitpunkt. Lediglich Wisconsin scherte aus und hielt seine Vorwahl trotz hitziger Diskussionen und gegen den Willen des dortigen Gouverneurs zum ursprünglichen Termin ab. Bislang gab es noch keine belastbaren Ergebnisse aus Wisconsin.

Bidens Aufholjagd

Zu Beginn des Rennens hatte Sanders in nationalen Umfragen unter den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern über längere Zeit geführt. Er war auch stark in die Vorwahlserie gestartet. Am „Super Tuesday“ am 3. März, dem wichtigsten Vorwahltag mit Abstimmungen in 14 Bundesstaaten, räumte Biden jedoch ab und gewann in zehn Staaten. Auch bei den nächsten größeren Vorwahltagen setzte Biden seine Siegesserie fort und baute seinen Vorsprung vor Sanders aus - zuletzt nun auch in Wisconsin.


(FILES) In this file photo taken on March 12, 2020 former US Vice President and Democratic presidential hopeful Joe Biden speaks about COVID-19, known as the Coronavirus, during a press event in Wilmington, Delaware. - Biden easily won the Florida primary, today's biggest prize, on March 17, 2020, according to a projection by Edison Media Research, as voting continues in Arizona and Illinois. (Photo by SAUL LOEB / AFP)
US-Demokraten: Biden treibt Sanders in die Enge
Wieder räumt Ex-US-Vizepräsident Joe Biden bei den Vorwahlen der Demokraten ab. Ein Überblick.

Diverse ehemalige Mitstreiter, die aus dem parteiinternen Rennen ausgestiegen waren, hatten sich öffentlich für Biden als Präsidentschaftskandidaten ausgesprochen und ihre Anhänger dazu aufgerufen, dessen Kampagne zu unterstützen. Biden war von 2009 bis 2017 Vize des US-Präsidenten Barack Obama. Für Sanders dagegen gab es keine solchen Solidaritätsbekundungen. Viele prominente Führungsfiguren der Demokraten hatten von Anfang an Vorbehalte gegen Sanders, den selbsternannten „demokratischen Sozialisten“, als Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei.


A man leaves the Frank P. Zeidler Municipal Building after not being able to cast his ballot at the already closed drop-off site in Milwaukee, Wisconsin, on April 6, 2020. - National Guard members will man some polling stations and voters in more than 100 municipalities will have nowhere to cast their ballots as the US state of Wisconsin holds elections on April 7, 2020 despite the coronavirus epidemic. Wisconsin, like dozens of other US states, is under a stay-at-home order to prevent the spread of the virus, which has caused nearly 10,000 deaths across the country. (Photo by KAMIL KRZACZYNSKI / AFP)
Nun doch US-Vorwahl in Wisconsin
In Wisconsin gibt es bis zur letzten Minute Streit um den Wahltermin. Nun soll die Vorwahl wie geplant über die Bühne gehen - Bedenken um die Gesundheit der Wähler zum Trotz.

Sanders vertritt seit Jahrzehnten eine klar linke Agenda. Der Senator aus Vermont kämpft unter anderem für eine Krankenversicherung für alle und für eine stärkere Besteuerung von Reichen. Einige seiner Positionen waren bei den Demokraten anfangs verschrien, sind dort inzwischen aber etabliert. Kritiker werfen ihm dennoch vor, zu radikal zu sein. Der 78-Jährige hatte sich bereits bei der Wahl 2016 um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bemüht, unterlag damals bei den Vorwahlen aber seiner Konkurrentin Hillary Clinton.

Offizielle Nominierung im Sommer

Im Sommer wollen die Demokraten ihren Präsidentschaftskandidaten offiziell küren: Der Nominierungsparteitag war ursprünglich für Mitte Juli angesetzt, wurde wegen der Corona-Krise aber auf Mitte August verlegt.

Zu Beginn hatten sich bei den Demokraten fast 30 Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei bemüht. Sie stiegen jedoch nach und nach aus, mit dem Fortschreiten der Vorwahlen zuletzt immer schneller.


CORRECTION - US President Donald Trump points to ABC News chief White House correspondent Jonathan Karl (off frame) during the daily briefing on the novel coronavirus, COVID-19, in the Brady Briefing Room at the White House on April 6, 2020, in Washington, DC. (Photo by MANDEL NGAN / AFP) / �The erroneous mention[s] appearing in the metadata of this photo by MANDEL NGAN has been modified in AFP systems in the following manner: [ABC News chief White House correspondent Jonathan Karl] instead of [CNN journalist Jim Acosta]. Please immediately remove the erroneous mention[s] from all your online services and delete it (them) from your servers. If you have been authorized by AFP to distribute it (them) to third parties, please ensure that the same actions are carried out by them. Failure to promptly comply with these instructions will entail liability on your part for any continued or post notification usage. Therefore we thank you very much for all your attention and prompt action. We are sorry for the inconvenience this notification may cause and remain at your disposal for any further information you may require.�
Trump droht WHO mit Finanzierungsstopp
US-Präsident Trump hat in der Krise einen neuen Gegner ausgemacht: die Weltgesundheitsorganisation. Mitten in der globalen Gesundheitskrise droht er, US-Gelder einzufrieren.

Bei den Republikanern steht bereits fest, dass Trump als Kandidat seiner Partei zur Wiederwahl antreten wird. Der Amtsinhaber hatte anfangs zwar mehrere parteiinterne Mitbewerber gehabt. Diese stellten aber zu keiner Zeit eine ernstzunehmende Konkurrenz dar. Der Nominierungsparteitag der Republikaner steht ebenfalls im August an. Die eigentliche Präsidentenwahl ist für den 3. November angesetzt.

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Vor wenigen Tagen stieg Bernie Sanders aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten aus - mit einer nur halbherzigen Unterstützungsbotschaft für seinen bisherigen Kontrahenten Biden. Die holt er nun umso wuchtiger nach.
(FILES) In this file photo taken on March 1, 2020 Democratic White House hopeful Vermont Senator Bernie Sanders arrives to speak during a campaign rally at the Convention Center in Los Angeles, California. - Sen. Bernie Sanders, the independent senator from Vermont who ended his presidential bid April 8, 2020, said on a live stream hosted by former vice president Joe Biden on April 13, 2020 that he was endorsing Biden, the presumptive Democratic presidential nominee. (Photo by Mark RALSTON / AFP)
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CORRECTION - US President Donald Trump points to ABC News chief White House correspondent Jonathan Karl (off frame) during the daily briefing on the novel coronavirus, COVID-19, in the Brady Briefing Room at the White House on April 6, 2020, in Washington, DC. (Photo by MANDEL NGAN / AFP) / �The erroneous mention[s] appearing in the metadata of this photo by MANDEL NGAN has been modified in AFP systems in the following manner: [ABC News chief White House correspondent Jonathan Karl] instead of [CNN journalist Jim Acosta]. Please immediately remove the erroneous mention[s] from all your online services and delete it (them) from your servers. If you have been authorized by AFP to distribute it (them) to third parties, please ensure that the same actions are carried out by them. Failure to promptly comply with these instructions will entail liability on your part for any continued or post notification usage. Therefore we thank you very much for all your attention and prompt action. We are sorry for the inconvenience this notification may cause and remain at your disposal for any further information you may require.�
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