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Russland: USA nötigen Europa ihr Flüssiggas auf
International 20.06.2020

Russland: USA nötigen Europa ihr Flüssiggas auf

Das Verlegeschiff "Audacia" des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen die Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2. Die USA wollen die Gaspipeline Nord Stream 2 kurz vor der Fertigstellung stoppen und haben trotz des Widerstands Deutschlands Sanktionen gegen beteiligte Firmen erlassen.

Russland: USA nötigen Europa ihr Flüssiggas auf

Das Verlegeschiff "Audacia" des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen die Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2. Die USA wollen die Gaspipeline Nord Stream 2 kurz vor der Fertigstellung stoppen und haben trotz des Widerstands Deutschlands Sanktionen gegen beteiligte Firmen erlassen.
Foto: dpa
International 20.06.2020

Russland: USA nötigen Europa ihr Flüssiggas auf

Russlands Energieminister Alexander Nowak bezeichnet die Sanktionen gegen die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 als illegal.

(dpa) - Russlands Energieminister Alexander Nowak wirft den USA angesichts drohender weiterer Sanktionen gegen die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 Protektionismus vor. „Die USA wollen Europa ihr Flüssiggas oder noch andere Projekte aufnötigen“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Samstag). „Das ist eine Einmischung in die Souveränität europäischer Staaten.“ Nowak nannte US-Sanktionen gegen den Bau der Leitung „absolut illegal und völlig inadäquat“.

Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch seine Republikaner und die Demokraten in beiden Kammern des Kongresses wollen die Gaspipeline auf den letzten Metern noch stoppen. Senatoren der Republikaner und der Demokraten legten Anfang Juni einen entsprechenden Gesetzesentwurf vor. Washington hatte bereits Sanktionen verhängt. Danach wurden die Verlegearbeiten unterbrochen. Die USA argumentieren, Deutschland begebe sich in Abhängigkeit von Russland.

„Rückgang des Gasverbrauchs um vier Prozent“  

Wegen der Corona-Krise sei die Lage auf dem Gasmarkt schwierig geworden, sagte Nowak. „Unsere Experten gehen von einem Rückgang des Gasverbrauchs um vier Prozent aus.“ Er hoffe aber, dass „wir das Schlimmste schon hinter uns haben“. Der russische Energieminister sprach von einem „langen Prozess“, bis die Nachfrage nach Öl und Gas wieder auf den Bedarf vor der Krise ansteigen werde.


ARCHIV - 15.11.2018, Mecklenburg-Vorpommern, Laage: An Bord des Verlegeschiffes "Audacia" des Offshore-Dienstleisters Allseas werden im Fließbandverfahren Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2 verschweißt und auf dem Grund der Ostsee verlegt.      (zu dpa "Merkel berät mit Visegrád-Staaten über Europawahl und Brexit") Foto: Bernd Wüstneck/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Beim Ölpreis hoffe er, dass im nächsten Jahr der Verbrauch das Niveau vor der Corona-Pandemie erreichen werde. „Vielleicht braucht es dafür aber auch zwei, drei Jahre. Denn die Menschen werden weniger fliegen, weniger Auto fahren, weniger reisen und mehr online machen.“

Drosselung der Ölproduktion verlängert

Das Ölkartell Opec und seine Kooperationspartner wie Russland hatten sich zu Monatsbeginn auf eine Verlängerung der aktuellen Drosselung der Ölproduktion um einen weiteren Monat verständigt. „Wir beobachten den Ölmarkt genau, und je nach Lage werden wir dann reagieren“, so Nowak.

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