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Russischer Oligarch soll halbe Million an Trump-Anwalt gezahlt haben
International 09.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Russischer Oligarch soll halbe Million an Trump-Anwalt gezahlt haben

In der "Affäre Stormy Daniels" werden neue Vorwürfe gegen Donald Trump (r.) und seinen Ex-Anwalt Michael Cohen laut.

Russischer Oligarch soll halbe Million an Trump-Anwalt gezahlt haben

In der "Affäre Stormy Daniels" werden neue Vorwürfe gegen Donald Trump (r.) und seinen Ex-Anwalt Michael Cohen laut.
Fotos: AFP
International 09.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Russischer Oligarch soll halbe Million an Trump-Anwalt gezahlt haben

In der Stormy-Daniels-Affäre werden neue Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump laut: Der Anwalt der Pornodarstellerin behauptet, ein russischer Oligarch habe 500.000 Dollar an Trumps Anwalt Michael Cohen gezahlt.

(tom/Bloomberg) - Neue Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump: Der Anwalt der Pornodarstellerin Stephanie Clifford alias Stormy Daniels, Michael Avenatti, hat auf Twitter ein Dokument veröffentlicht, aus dem mehrere verdächtige Finanztransaktionen hervorgehen, in die Michael Cohen, der ehemalige Anwalt des US-Präsidenten Donald Trump, verwickelt sein soll. So seien im vergangenen Jahr 500.000 Dollar auf das Konto eingegangen, das Michael Cohen dazu benutzt hat, um 130.000 Dollar an Stephanie Clifford zu bezahlen. Clifford behauptet, 2006 eine Affäre mit Trump gehabt zu haben, der Präsident bestreitet das. Clifford und Avenati bezeichnen die Zahlung als Schweigegeld. 

Das Pikante am von Avenatti öffentlich gemachten Zahlungseingang: Die 500.000 Dollar stammen von einem russischen Oligarchen, der laut CNN bereits von FBI-Beamten verhört worden sei, die der Frage nachgehen, ob es eine russische Einmischung in den US-Wahlkampf 2016 gegeben hat. 


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Insgesamt gingen auf das Konto aber noch mehr Zahlungen ein: In einer Gesamtsumme von 4,43 Millionen US-Dollar sind Zahlungseingänge unter anderem von dem amerikanischen Telekommunikationsdienstleister AT&T und der Schweizer Pharmafirma Novartis. AT&T bestätigte bereits, Cohen ein Honorar für eine Beratung gezahlt zu haben, es sei dabei um "Einblicke" ins Weiße Haus gegangen. 

Cohens Büro war im April vom FBI durchsucht worden. Der Tipp dazu kam von Sonderermittler Robert Mueller. Der Präsident hatte zunächst behauptet, nichts von den 130.000 Dollar zu wissen: "Da müssen Sie Michael Cohen fragen", antwortete er auf eine Frage eines Journalisten. Später bestätigte Trump die Zahlung an Clifford, nachdem sein aktueller Anwalt Rudy Giuliani im US-Sender Fox News erklärt hatte, Trump habe das Geld an Cohen zurückerstattet. 


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(FILES) In this file photo taken on April 16, 2018 adult-film actress Stephanie Clifford, also known as Stormy Daniels speaks outside US Federal Court with her lawyer Michael Avenatti (R) in Lower Manhattan, New York.
Adult film star Stormy Daniels filed a defamation suit on April 30, 2018 against US President Donald Trump for a tweet in which he dismissed a composite sketch that Daniels says depicted a man who threatened her in 2011. / AFP PHOTO / EDUARDO MUNOZ ALVAREZ
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Die Pornodarstellerin Stephanie Clifford alias "Stormy Daniels" hat wegen einer Vertraulichkeitsvereinbarung Klage gegen US-Präsident Donald Trump eingereicht. Das geht aus Gerichtsunterlagen vom Dienstag hervor.
Die als „Stormy Daniels“ agierende Clifford behauptet nach Darstellung ihres Anwalts, nicht Trump sondern dessen Anwalt habe eine Vereinbarung zur Nichtveröffentlichung von Details einer sexuellen Begegnung zwischen Trump und der Schauspielerin unterschrieben. Damit sei aus ihrer Sicht die Abmachung, nicht öffentlich über das Thema zu reden, „hinfällig und nichtig“.