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Report jetzt bei Trump: Klimawandel in den USA belegt
(FILES) This file photo taken on February 9, 2016 shows waves breaking against a pier and a lighthouse in Les Sables-d'Olonne, western France.
Deaths due to weather-related disasters in Europe could increase fifty-fold from an estimated 3,000 per year recently to 152,000 by century's end, mainly due to climate change, researchers warned on August 5, 2017.
 / AFP PHOTO / LOIC VENANCE

Report jetzt bei Trump: Klimawandel in den USA belegt

AFP
(FILES) This file photo taken on February 9, 2016 shows waves breaking against a pier and a lighthouse in Les Sables-d'Olonne, western France. Deaths due to weather-related disasters in Europe could increase fifty-fold from an estimated 3,000 per year recently to 152,000 by century's end, mainly due to climate change, researchers warned on August 5, 2017. / AFP PHOTO / LOIC VENANCE
International 2 Min. 08.08.2017

Report jetzt bei Trump: Klimawandel in den USA belegt

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Die USA sind von den Folgen des Klimawandels selbst stark betroffen - doch ihr Präsident ist sich nicht so recht sicher, ob es ihn überhaupt gibt. Wissenschaftler haben jetzt neue Beweise vorgelegt.

(dpa) - Ein umfangreicher Regierungsbericht widerspricht dem Weißen Haus und US-Präsident Donald Trump in fundamentaler Weise hinsichtlich des menschlichen Beitrags zum Klimawandel. Nach Angaben der „New York Times“, der der Report vertraulich zugespielt wurde, ist zumindest ein Teil der verantwortlichen Wissenschaftler in großer Sorge, dass Trump die Veröffentlichung blockieren wird.

Bis 18. August müssen 13 Regierungsorganisation das Werk abzeichnen, darunter die Umweltbehörde EPA. Sie wird vom Klimawandel-Leugner Scott Pruitt geführt. Pruitt ist einer der führenden Köpfe hinter dem geplanten Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. 

In Widerspruch mit Trump

Der dem Weißen Haus zur Freigabe vorliegende Bericht widerspreche in allen Punkten den beharrlichen Aussagen Trumps und seiner Gefolgsleute, wonach ein Beitrag des Menschen zum Klimawandel nicht bewiesen sei. Unter anderem werden extreme Wettervorkommnisse in den USA selbst, etwa eine Hitzewelle in Texas, in Zusammenhang mit dem Klimawandel gestellt. Das Heranrücken an Beweise für diesen Zusammenhang ist nach Angaben der „New York Times“ eine der wesentlichen Errungenschaften des Berichts.

Die Folgen des Klimawandels sind unabsehbar.
Die Folgen des Klimawandels sind unabsehbar.
AFP

„Beweise für den Klimawandel sind reichlich vorhanden“, zitiert die „New York Times“ aus dem Bericht. Man könne vielfältig belegen, was für eine große Rolle der Mensch für die Veränderung des Klimas spiele, vor allem mit Blick auf den Ausstoß von Treibhausgasen.

Der Report ist Teil einer Art nationalen Klimaberichts (National Climate Assessment), den der US-Senat alle vier Jahre anfordert. Die nationale Akademie der Wissenschaften hat ihn freigezeichnet - nun warten die Autoren auf Trumps Freigabe.

Regierung Trump muss Farbe bekennen

Es ist das erste Mal, dass Trumps Regierung zu einem solchen Bericht Farbe bekennen muss. Vom Weißen Haus oder der Umweltschutzbehörde EPA gab es zunächst keine Reaktion.

In den USA selbst sind bereits jetzt große Teile der Bevölkerung von den Folgen des Klimawandels betroffen. Die Ureinwohner von Alaska plagen existenzielle Sorgen um ihren Lebensraum und ihre Nahrungssicherheit. Auch an der dicht besiedelten Ostküste drohen Siedlungen vom Atlantik verschluckt zu werden.

„Beweise für den Klimawandel sind reichlich vorhanden“, zitiert die „New York Times“ aus dem Bericht.
„Beweise für den Klimawandel sind reichlich vorhanden“, zitiert die „New York Times“ aus dem Bericht.
AFP

Die US-Regierung unter Trump und große Teile der US-Republikaner zweifeln den menschlichen Beitrag zum Klimawandel an. Trump hat eine scharfe Abkehr von der Politik Barack Obamas vollzogen, der den Kampf gegen den Klimawandel zuletzt in den Mittelpunkt gestellt hatte.

Ausstieg aus Klimaabkommen

Die USA hatten erst vor wenigen Tagen die Vereinten Nationen offiziell darüber informiert, dass sie aus dem Klimaabkommen von Paris aussteigen wollen. Der von fast 200 Nationen unterzeichnete Pakt sieht vor, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu bremsen.

Viele US-Bundesstaaten, Kommunen, Unternehmen und Behörden haben jedoch angekündigt, den Kampf gegen den Klimawandel unbeirrt fortzusetzen. Der frühere Präsidentschaftsbewerber Al Gore stellte am Dienstag in Berlin einen Film unter dem Titel „Immer noch eine unbequeme Wahrheit: Unsere Zeit läuft“ vor, der sich mit den Folgen des Klimawandels beschäftigt. Mit dem oscarprämierten Film „Eine unbequeme Wahrheit“ hatte Gore 2006 weltweit Aufsehen erregt.


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