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Rekord-Auflage nach Anschlag
International 13.01.2015 Aus unserem online-Archiv
„Charlie-Hebdo“

Rekord-Auflage nach Anschlag

Die ganze Welt (unser Foto zeigt Manschen in Panama)  entrüstete sich über das Attentat in Paris.
„Charlie-Hebdo“

Rekord-Auflage nach Anschlag

Die ganze Welt (unser Foto zeigt Manschen in Panama) entrüstete sich über das Attentat in Paris.
AFP
International 13.01.2015 Aus unserem online-Archiv
„Charlie-Hebdo“

Rekord-Auflage nach Anschlag

Eine neue Mohammed-Zeichnung auf dem Titel und drei Millionen Exemplare Auflage: Das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ will am Mittwoch beweisen, dass es sich vom Terror nicht kleinkriegen lässt.

(dpa) - Das religionskritische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ stemmt sich eine Woche nach dem von Islamisten in Paris verübten Anschlag gegen den Terror. Mit einer Zeichnung des Propheten Mohammed auf dem Titel und einer Rekordauflage von drei Millionen Exemplaren soll an diesem Mittwoch die neue Ausgabe der Zeitschrift erscheinen. Gehen normalerweise rund 4000 Exemplare in den Export, so sind es deren diese Woche 300.000. Die Mittwoch-Ausgabe erscheint in 16 Sprachen und 25 Ländern.

Titelbild

Das am Montagabend vorab veröffentlichte Titelbild des Magazins zeigt eine Zeichnung des Propheten Mohammed, der trauernd ein Schild mit der Aufschrift „Je suis Charlie“ in den Händen hält. Über der Zeichnung steht in großen Buchstaben „Tout est pardonné“.

Das Satireblatt will sich nicht kleinkriegen lassen.
Das Satireblatt will sich nicht kleinkriegen lassen.
AFP

Die erste Ausgabe nach dem Attentat entstand in den Räumen der Tageszeitung „Libération“ in Paris, die wie andere französische Medien den Überlebenden des Anschlags auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ Unterstützung zugesagt hatte. Der Kolumnist des Magazins, Patrick Pelloux, hatte bereits einen Tag nach dem Anschlag auf die Redaktion mit zwölf Toten ein neues Heft angekündigt.

Suche geht weiter

In Frankreich sucht die Polizei weiter nach Unterstützern der Terroristen. Es gebe „ohne Zweifel einen Komplizen“, sagte Premier Manuel Valls. „Die Jagd geht weiter.“ Für diesen Dienstag kündigte Valls eine Trauerfeier für die drei bei den Anschlägen getöteten Polizisten an. Dazu wird auch Präsident François Hollande erwartet. Noch in dieser Woche soll eine Zeremonie zum Gedenken an alle Opfer im Invalidendom in Paris stattfinden.

US-Außenminister John Kerry will nach Kritik am Fehlen hochrangiger US-Politiker beim Gedenkmarsch für die Terror-Opfer am Donnerstag und Freitag Paris besuchen, um Solidarität zu zeigen.


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