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Regierungschaos in London: Finanzminister bricht Reise ab
International 14.10.2022
Krisentreffen

Regierungschaos in London: Finanzminister bricht Reise ab

Die britische Premierministerin Liz Truss steht unter Druck.
Krisentreffen

Regierungschaos in London: Finanzminister bricht Reise ab

Die britische Premierministerin Liz Truss steht unter Druck.
Foto: AFP
International 14.10.2022
Krisentreffen

Regierungschaos in London: Finanzminister bricht Reise ab

Teddy JAANS
Teddy JAANS
In London verdichten sich die Anzeichen für eine weitere Kehrtwende der britischen Regierung in ihrer Wirtschaftspolitik.

 (dpa) - In London verdichten sich die Anzeichen für eine weitere Kehrtwende der britischen Regierung in ihrer Wirtschaftspolitik. Finanzminister Kwasi Kwarteng flog vorzeitig vom Jahrestreffen von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Washington zurück in die britische Hauptstadt, wie mehrere Medien am Freitag berichteten. Dort wollte er demnach mit Premierministerin Liz Truss besprechen, ob ein weiterer Teil seines Haushaltsplans zurückgenommen wird.

Truss und Kwarteng stehen auch in ihrer Konservativen Partei erheblich in der Kritik. Wie die Zeitung „Times“ berichtete, soll es bereits Gespräche geben, Truss nach nur gut einem Monat im Amt zu stürzen. Sie wird dafür verantwortlich gemacht, dass ihre nur auf Schulden basierten Finanzpläne die Märkte in erhebliche Turbulenzen gestürzt hatten.

Keine Beruhigung

Auch dass die Regierung die angekündigte Streichung des Spitzensteuersatzes wieder zurücknahm, konnte die Kritiker nicht beruhigen. Nun betonten Beamte und Truss-Unterstützer zwar, die Premierministerin werde an ihren weiteren Vorhaben festhalten.  


Nach der Ankündigung massiver Steuersenkungen kurz nach der Wahl von Liz Truss zur Premierministerin, stürzte das Pfund ab.
Truss räumt „kurzfristige Störungen“ durch ihre Politik ein
„Nicht alle sind zufrieden damit, aber ich möchte versichern, dass die Regierung einen klaren Plan hat", so die britische Premierministerin.

Allerdings berichtete die Zeitung „Guardian“, Truss und Kwarteng könnten nun doch an der für April geplanten deutlichen Anhebung der Unternehmensteuer festhalten. Dabei hatte die Premierministerin wiederholt betont, die noch von ihrem Vorgänger Boris Johnson beschlossene Erhöhung von 19 auf 25 Prozent wieder zu streichen. Auf entsprechende Fragen sagte Kwarteng: „Mal sehen.“    

Als "Ideologischer Unfug" bezeichnen Demonstranten in London die Wirtschaftspolitik der britischen Premierministerin.
Als "Ideologischer Unfug" bezeichnen Demonstranten in London die Wirtschaftspolitik der britischen Premierministerin.
Foto: DPA


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