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Rechte Corona-Randale in Rom schocken Italien
International 2 Min. 10.10.2021
Rom

Rechte Corona-Randale in Rom schocken Italien

Nach Angaben von italienischen Medien sind mehrere Personen bei den Ausschreitungen während eines Protestes gegen die Coronamaßnahmen der Regierung festgenommen worden.
Rom

Rechte Corona-Randale in Rom schocken Italien

Nach Angaben von italienischen Medien sind mehrere Personen bei den Ausschreitungen während eines Protestes gegen die Coronamaßnahmen der Regierung festgenommen worden.
Foto: DPA
International 2 Min. 10.10.2021
Rom

Rechte Corona-Randale in Rom schocken Italien

Impfgegner und Randalierer schocken am Wochenende Italien. Sie ziehen durch die Straßen von Rom und liefern sich Kämpfe mit der Polizei.

(dpa) - Impfgegner, Rechtsextreme und Randalierer haben bei einer Corona-Demonstration in Rom für schwere Ausschreitungen mit Verletzten und Festnahmen gesorgt. Bei Zusammenstößen mit der Polizei kam es am Samstag zu Angriffen und Handgemengen, die Ordnungskräfte setzten Tränengas, Schlagstöcke und Wasserwerfer ein. Die Polizei nahm bis Sonntagmittag zwölf Randalierer fest, darunter die beiden Anführer der rechtsextremen Partei Forza Nuova, Giuliano Castellino und Roberto Fiore.

Protestteilnehmer schreckten nicht vor Gewaltanwendung zurück.
Protestteilnehmer schreckten nicht vor Gewaltanwendung zurück.
Foto: DPA

Von einer „Stadtguerilla der No Vax“, also der Impfgegner, schrieb der „Corriere della Sera“ am Sonntag. Staatspräsident Sergio Mattarella und Regierungschef Mario Draghi verurteilten die Gewalt.

Vor allem die Erstürmung der Zentrale der Gewerkschaft CGIL, bei der unter anderem drei Carabinieri verletzt wurden, schockte die Politik. Demonstranten attackierten Wachleute mit Stöcken und Fahnenstangen und drangen in das Innere des Gebäudes vor, wie auf Amateuraufnahmen zu sehen war. Von einem Akt „faschistischer Gewalt“ und einem „Angriff auf die Verfassung“, sprach CGIL-Chef Maurizio Landini. Zuvor hatte er den Randalierern schon gesagt: „Niemand darf glauben, unser Land in die Faschistenzeit zurückstoßen zu können.“

Zehntausende auf den Straßen

Einige Zehntausend Menschen waren am Samstag durch Rom gezogen, um gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung zu protestieren. Nach einer genehmigten Kundgebung an der Piazza del Popolo marschierten die Demonstranten durch die Innenstadt und versuchten immer wieder, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen. Dabei wurden Gegenstände und auch Knallbomben auf die Polizisten geworfen. Berichten zufolge wollten einige zum Amtssitz von Ministerpräsident Draghi vordringen, wurden dabei aber von Wasserwerfern der Polizei aufgehalten.


Italy's Prime Minister, Mario Draghi greets the German chancellor upon her arrival for their meeting at Palazzo Chigi in Rome on October 7, 2021. (Photo by Alberto PIZZOLI / AFP)
Die einen dürfen fast alles, die anderen fast nichts
Angesichts einer Durchimpfung von über 80 Prozent hebt Italiens Regierung die meisten Anti-Covid-Maßnahmen auf - allerdings nicht für Alle.

Am Abend griffen etwa 30 Menschen die Notaufnahme eines Krankenhauses an, in dem einer ihrer festgenommenen Mitstreiter wegen einer Verletzung behandelt wurde. Die Randalierer brachen die Tür auf und gerieten mit Ordnungskräften sowie Sanitätsmitarbeitern aneinander, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Vier Menschen wurden verletzt, unter ihnen eine Krankenschwester, die eine Flasche gegen Kopf bekam.

In Italien treten in der neuen Woche weitere Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in Kraft. Vom 15. Oktober muss jeder Beschäftigte in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Dienst einen sogenannten „Grünen Pass“ haben, also einen Nachweis der Impfung, Genesung oder eines - zu bezahlenden - negativen Tests. Die Kritiker dieses Passes und Impfgegner machten zuletzt Stimmung gegen die Maßnahme.

Diese sorgt aber gleichzeitig dafür, dass von Montag an Lockerungen möglich sind: Kinos, Theater und Konzerthallen etwa dürfen wieder zu 100 Prozent ausgelastet werden. Auch Diskotheken können wieder öffnen. Eintritt zu allen Events gibt es nur mit dem „Grünen Pass“.    

Am Sonntag hatte die Lage sich beruhigt.
Am Sonntag hatte die Lage sich beruhigt.
Foto: DPA


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