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(dpa) - Der Oberste Gerichtshof der USA hat im letzten Augenblick eine Hinrichtung im Bundesstaat Texas ausgesetzt. Die Anwälte des wegen Mordes verurteilten Häftlings hatten Beschwerde eingelegt, weil dem 43-Jährigen das Recht auf einen Priester im Hinrichtungsraum verwehrt worden sei, wie örtliche Medien am Dienstag (Ortszeit) berichteten. Die Gefängnisverwaltung müsse nun klären, ob eine kürzlich eingeführte Regelung zur Sterbebegleitung von Todeskandidaten gerechtfertigt sei.

Der Aufschub der Hinrichtung per Giftspritze sei rund eine Stunde vor dem geplanten Termin angeordnet worden. Die Behörden in Texas hatten 2019 verfügt, dass Geistliche nicht mehr in der Todeskammer anwesend sein dürfen. Der Oberste Gerichtshof hatte damals eine Hinrichtung gestoppt, weil einem Insassen nicht die Begleitung durch einen buddhistischen Geistlichen ermöglicht worden war. Seither dürfen nur Justizvollzugsbeamte während der Exekution anwesend sein.

Die Anwälte des 43-Jährigen hatten argumentiert, ihr Mandant habe als gläubiger Katholik das Recht auf eine seelsorgerische Begleitung. Der Mann war 1998 wegen des Mordes an einer 85-Jährigen verurteilt worden. Mit zwei Komplizen hatte er die Frau in ihrer Wohnung in Brownsville überfallen und mindestens 56 000 Dollar erbeutet, heißt es in den Unterlagen der Gefängnisverwaltung. Der Verurteilte bestreitet, die Frau umgebracht zu haben.

Wegen der Corona-Pandemie waren Hinrichtungen in Texas im Februar ausgesetzt worden, inzwischen kann die Todesstrafe dort wieder vollstreckt werden. Seit der Oberste Gerichtshof 1976 Hinrichtungen wieder zuließ, wurden nach Angaben des Death Penalty Information Center in den USA 1518 Todesurteile vollstreckt, die meisten davon in Texas. In den vergangenen Jahren haben mehrere Bundesstaaten die Todesstrafe abgeschafft oder deren Vollstreckung ausgesetzt. In rund 20 der 50 US-Staaten gibt es sie nicht mehr.

Heute

Die Polizei riegelte das komplette Viertel ab.

(dpa) - Bei Schüssen in einem Nachtclub in der norwegischen Hauptstadt Oslo sind zwei Menschen getötet worden. Es habe zudem mehrere Schwerverletzte gegeben, twitterte die Polizei in Oslo am frühen Samstagmorgen. Kurz nach dem Vorfall sei ein Mensch in der Nähe des Tatorts festgenommen worden. Einsatzleiter Tore Barstad sagte laut norwegischem Sender NRK, alles deute darauf hin, dass es sich um einen Einzeltäter handele. Es habe drei Schwerverletzte gegeben. 19 Menschen seien medizinisch versorgt worden.

Dem Sender zufolge gab es mindestens drei Tatorte. Zum Motiv des Vorfalls gab es keine Angaben. Derzeit werde der Vorfall aber nicht als terroristisch eingestuft. Angaben zum Alter oder zur Identität des Festgenommenen machte die Polizei nicht.

Der Festgenommene habe sich bislang nicht geäußert. Die Polizei habe seine Wohnung durchsucht, berichtete NRK. Bei dem Angriff seien Schusswaffen verwendet worden, von denen zwei sichergestellt worden seien, zitierte NRK Barstad. Ein Reporter war Augenzeuge und erzählte, er habe einen Mann mit Tasche zu dem Tatort kommen sehen, er habe eine Waffe genommen und begonnen zu schießen. Im Nachtclub habe es eine Panik gegeben, zitiert der Sender einen anderen Augenzeugen.

Die Zeitung „Aftenposten“ berichtete, der Nachtclub Londoner Pub befinde sich in einer beliebten Straße im Zentrum von Oslo. In dem Nachtclub für Schwule seien mehrere Schüsse gefallen. Zivilisten hätten bei der Festnahme des Verdächtigen geholfen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Polizei. Am Samstag soll in Oslo eigentlich die Pride-Parade zum 40. Mal stattfinden. Die Polizei prüft, ob der Vorfall Folgen für die Veranstaltung hat.

Gestern

Kurzmeldungen Lokales 24.06.2022

(lm) - Wie das CGDIS mitteilt, kam es am Freitagnachmittag zu zwei Unfällen mit jeweils einer verletzten Person. 

Um 13.28 Uhr kollidierten auf der N31 in Richtung Düdelingen zwei Autos, wobei eine Person zu Schaden kam. Die Rettungsdienste aus Düdelingen und Bettemburg waren vor Ort.

Weiter sei es um 14.50 Uhr auf der N4 in Richtung Leudelingen zu einem Zusammenstoß zwischen einem Motorradfahrer und einem Minibus gekommen. Neben den Rettungskräften aus Mamer und der Hauptstadt eilte auch der SAMU-Notarzt zur Unfallstelle. 

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Kurzmeldungen Politik 24.06.2022

(lm) - Nach dem Nationalfeiertag meldet die Santé am Freitag 964 neue Corona-Infektionen. 2.293 Tests wurden durchgeführt. Die Positivitätsrate liegt damit bei 42,06 Prozent, der R-Wert wird mit 1,12 angegeben.

Weiter informiert das Gesundheitsministerium, dass das Großherzogtum einen weiteren Sterbefall im Zusammenhang mit dem Virus zu beklagen hat. Die Zahl der Todesopfer steigt demnach auf 1.088.

In den Krankenhäusern des Landes werden derzeit 18 Corona-Patienten versorgt, einer davon wird intensivmedizinisch betreut.  

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(KNA) - Der Kohlendioxid-Ausstoß durch Heizen, Verkehr und Stromerzeugung mit fossilen Energieträgern ist in der Europäischen Union im vergangenen Jahr um 6,3 Prozent gestiegen. Das europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg erklärte die Entwicklung in einer Mitteilung am Freitag mit dem Ende der pandemiebedingten Reisebeschränkungen. CO2 aus Brenn- und Kraftstoffen macht rund 75 Prozent aller von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen aus.

Die höchsten Anstiege verzeichneten Bulgarien mit 18 Prozent und Estland mit 13,1 Prozent, gefolgt von der Slowakei mit 11,4 Prozent und Italien mit 10,6 Prozent. Weniger CO2 produzierten von 27 Mitgliedstaaten einzig Portugal (minus 5,5 Prozent) und Finnland (minus 1,5 Prozent). In Luxemburg stieg der Kohlendioxid-Ausstoß durch Energieverbrauch um 3,5 Prozent. Deutschland (plus 6,1 Prozent), Frankreich (plus 4,9) und Belgien (plus 4,1) liegen ebenfalls unter dem EU-Durchschnitt (plus 6,3).

Die Hälfte des zusätzlichen CO2 geht laut Eurostat auf das Konto von Braun- und Steinkohle. Erdölprodukte waren für 29 Prozent des Zuwachses verantwortlich, Erdgas für 21 Prozent. 

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Vorgestern

Kurzmeldungen Politik 23.06.2022

Beim feierlichen Te Deum in der Kathedrale zum Nationalfeiertag betonte Kardinal Jean-Claude Hollerich die Bedeutung von Harmonie für jede Gesellschaft. Es brauche das Zusammenspiel aller Kräfte, so das Oberhaupt der katholischen Kirche in Luxemburg in seiner Predigt. Es müsse jedoch eine gerechte Harmonie geben. Kardinal Hollerich verurteilte den Krieg in der Ukraine. Es gehe nicht an, dass ein Angriffskrieg im Namen von Religion und Gott rechtfertigt werde. Eingeleitet wurde die traditionelle Danksagungsfeier in Anwesenheit der großherzoglichen Familie von einem interreligiösen Gebet. Darin kam die Verbundenheit der Gläubigen aller religiösen Gemeinschaften in Luxemburg mit dem Staatsoberhaupt zum Ausdruck.  

Kurzmeldungen Lokales 23.06.2022

(tom) – Auf der A1 in Richtung Trier zwischen dem Gaspericher Kreuz und dem Tunnel Howald kam es am Donnerstagmittag zu einem Verkehrsunfall, bei dem sich ein Fahrzeug überschlug. Dabei wurden vier Personen verletzt. Im Einsatz waren die CIS aus Luxemburg und Mamer mit je einem Rettungswagen sowie der CIS aus Hesperingen. 

Kurzmeldungen Lokales 23.06.2022

(dpa/lrs) – Der Fahrer eines Linienbusses ist in Detzem (Landkreis Trier-Saarburg) in einen Weinberg gekracht und hat sich dabei schwer verletzt. Der einzige Fahrgast im Bus verletzte sich leicht, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte. Der Fahrer steuerte demnach an einer Zusammenführung zweier Spuren aus noch ungeklärten Gründen weiter geradeaus und kam von der Fahrbahn ab. Er wurde den Angaben nach ins Krankenhaus auf eine Intensivstation gebracht. Gegen den Busfahrer wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Der Unfall passierte am späten Mittwochabend. 

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