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Reaktionen auf die Wahl von Donald Trump: Zwischen Hoffen und Bangen
International 4 Min. 09.11.2016 Aus unserem online-Archiv

Reaktionen auf die Wahl von Donald Trump: Zwischen Hoffen und Bangen

Wladimir Putin erhofft sich von der Wahl eine Verbesserung der russich-amerikanischen Beziehungen.

Reaktionen auf die Wahl von Donald Trump: Zwischen Hoffen und Bangen

Wladimir Putin erhofft sich von der Wahl eine Verbesserung der russich-amerikanischen Beziehungen.
Foto: REUTERS
International 4 Min. 09.11.2016 Aus unserem online-Archiv

Reaktionen auf die Wahl von Donald Trump: Zwischen Hoffen und Bangen

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Nicht nur der amtierende US-Präsident hat Donald Trump gratuliert. Aus der ganzen Welt erhielt der Republikaner mittlerweile Glückwunschschreiben. Doch auch einzelne Forderungen und Bedenken haben sich darunter gemischt.

Nicht nur der amtierende US-Präsident hat Donald Trump gratuliert. Aus der ganzen Welt erhielt der Republikaner mittlerweile Glückwunschschreiben. Doch auch einzelne Forderungen haben sich darunter gemischt.

EU-Spitze

EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker wollen möglichst bald ein Gipfeltreffen mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump organisieren. In einem Glückwunschschreiben an den Republikaner luden sie diesen ein, dazu nach Europa zu kommen. „In diesen Tagen ist es wichtiger denn je, die transatlantischen Beziehungen zu stärken“, schreiben sie mit Blick auf den Klimawandel, den Kampf gegen den Terror und die Flüchtlings- und Ukraine-Krise.

Russlands Präsident Wladimir Putin

Putin hofft, dass es gemeinsam gelingen werde, die russisch-amerikanischen Beziehungen aus der Krise zu holen. Ein konstruktiver Dialog sei im Interesse beider Länder und der Weltgemeinschaft, schrieb Putin nach Angaben des Kremls in einem Telegramm an Trump.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz

„Herrn Trump ist es gelungen, Bannerträger der Furcht und der Ängste von Millionen Amerikanern zu werden. Diesen Sorgen muss jetzt mit glaubwürdiger Politik und Vorschlägen Rechnung getragen werden.“

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat den künftigen US-Präsidenten Donald Trump aufgerufen, das Engagement der Vereinigten Staaten im Bündnis nicht zu reduzieren. „US-Führung ist nach wie vor von großer Bedeutung“, sagte Stoltenberg am Mittwochmorgen in einer Glückwunschbotschaft an den Republikaner. „Eine starke Nato ist gut für die Vereinigten Staaten und gut für Europa.“

Ex-NATO-Generalsekretär Xavier Solana

„Ich kann es kaum glauben. Das ist wirklich eine schreckliche Nachricht.“

Deutschland

Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte und bot Trump eine enge Zusammenarbeit an. Zugleich erinnerte sie ihn an dessen künftige Verantwortung für die weltweite Entwicklung. „Wer dieses große Land regiert, mit seiner gewaltigen wirtschaftlichen Stärke, seinem militärischen Potenzial, seiner kulturellen Prägekraft, der trägt Verantwortung, die beinahe überall auf der Welt zu spüren ist“, sagte Merkel und erinnerte an die gemeinsamen Werte Demokratie, Freiheit, Respekt vor dem Recht sowie der Würde des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung. Diese Werte seien die Basis für die angebotene enge Zusammenarbeit. 

Großbritannien

Sie hoffe, so rasch wie möglich mit Trump über die „besonderen Beziehungen“ zwischen beiden Ländern sprechen zu können, hieß es in einer Erklärung der britischen Premierministerin Theresa May. Man teile gemeinsame Werte wie Freiheit, Demokratie und freies Unternehmertum.  

Österreichs Kanzler

Österreichs Bundeskanzler Christian Kern sieht eine große Frustration in der Gesellschaft als Grund für die Wahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten. „Wahlergebnisse lügen nicht. Viele Menschen in den Vereinigten Staaten haben das politische System nachhaltig abgelehnt“, sagte der Sozialdemokrat Kern am Mittwoch im Wiener Parlament. Auch Europa müsse von diesem Votum lernen und entsprechende Rückschlüsse ziehen.

Türkische Forderung

Nach dem Sieg des Republikaners Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen in den USA fordert die Türkei erneut die Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen. „Ich appelliere von hier aus offen an den neuen Präsidenten, den auf dem Boden der Vereinigten Staaten von Amerika lebenden Fethullah Gülen, umgehend an unser Land auszuliefern“, sagte Ministerpräsident Binali Yildirim am Mittwoch in Ankara nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Die Türkei macht Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich.

Spaniens Außenminister

Spaniens Außenminister Alfonso Dastis ist davon überzeugt, dass Donald Trump sich als US-Präsident gemäßigter als in den vergangenen Wochen präsentieren wird. „Trump hat im Wahlkampf viele Sachen gesagt, die er als Regierungschef nicht sagen wird“, erklärte Dastis am Mittwoch bei einem Radiointerview.

Ägyptens Präsident

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat dem Republikaner Donald Trump zu dessen Wahlsieg zum nächsten US-Präsidenten gratuliert. Ägypten hoffe, dass Trumps Präsidentschaft „einen neuen Geist in die ägyptisch-amerikanischen Beziehungen“ bringe, hieß es am Mittwoch in einer Erklärung.

Schwedens Ministerpräsident

Nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl hat der schwedische Regierungschef Stefan Löfven Besonnenheit angemahnt. „Das hier ist ein Wahlergebnis, das viele unruhig macht, aber auf das wir uns vorbereitet haben“, sagte Löfven am Mittwoch laut einer Mitteilung.

Dänemarks Regierungschef

Lars Løkke Rasmussen hofft nach der US-Präsidentenwahl am Mittwoch auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Präsidenten Donald Trump. „Wenn sich der Trubel gelegt hat, hoffe ich, dass die künftige Regierung die offene und konstruktive Form der Zusammenarbeit, die die USA seit vielen Jahren kennzeichnet, weiterführen wird. Europa braucht eine starke USA, die an der Spitze der freien Welt stehen und auf Demokratie und Dialog gründen.“

Italiens Außenminister Gentiloni

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Italien und den USA ändern sich nach Auffassung des italienischen Außenministers auch mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten nicht. „Italien wird mit dem freundschaftlichen Verhältnis und der Zusammenarbeit mit den USA fortfahren, dies ändert sich nicht. Wie sich unsere Abneigung gegenüber Protektionismus und Verschließung nicht ändert“, sagte Paolo Gentiloni


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