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Raser wird in Deutschland wegen Mordes verurteilt
International 17.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Raser wird in Deutschland wegen Mordes verurteilt

Der Hauptangeklagte beim Prozess in Kleve. (Gesicht auf Anweisung des Gerichts gepixelt, Anm.)

Raser wird in Deutschland wegen Mordes verurteilt

Der Hauptangeklagte beim Prozess in Kleve. (Gesicht auf Anweisung des Gerichts gepixelt, Anm.)
Foto: Roland Weihrauch/dpa
International 17.02.2020 Aus unserem online-Archiv

Raser wird in Deutschland wegen Mordes verurteilt

Bei einem illegalen Autorennen in der Nähe von Duisburg kam im April 2019 eine unbeteiligte Autofahrerin ums Leben. Die beiden Fahrer mussten sich nun vor Gericht verantworten – einem von ihnen wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

(dpa) - Nach einem illegalen Autorennen mit einem Todesopfer im in Deutschland hat das Landgericht Kleve (D) den 22-jährigen Fahrer wegen Mordes verurteilt. Er bekam am Montag eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Eine 43 Jahre alte unbeteiligte Autofahrerin hatte im April 2019 in Moers im Bundesland Nordrhein-Westfalen tödliche Verletzungen erlitten, als der hochmotorisierte Wagen des Kosovaren gegen ihr Auto prallte. Mit ihrem Urteil folgten die Richter der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Bild aus dem April 2019: Blumen und Kerzen stehen an der Stelle in Moers, an der die unbeteiligte Frau bei einem mutmaßlichen Autorennen verletzt wurde und später gestorben ist.
Bild aus dem April 2019: Blumen und Kerzen stehen an der Stelle in Moers, an der die unbeteiligte Frau bei einem mutmaßlichen Autorennen verletzt wurde und später gestorben ist.
Foto: Marius Becker/dpa

Den zweiten Angeklagten, der das andere Auto bei dem Rennen gesteuert hatte, verurteilten die Richter zu drei Jahren und neun Monaten wegen Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge. Damit gingen sie deutlich über die Forderung der Anklage hinaus, die auf eine zweijährige Bewährungsstrafe plädiert hatte.

Illegales Autorennen im Wohngebiet

Der Kosovare und der Deutsche hatten sich nach Überzeugung der Richter im vergangenen April in Moers bei Duisburg mit ihren rund 600 PS starken Autos in einem Wohngebiet das Rennen geliefert. Beide Angeklagten gaben das im Prozess zu.


29.04.2019, Nordrhein-Westfalen, Moers: Blumen und Kerzen stehen an der Stelle, an der eine unbeteiligte Frau bei einem mutmaßlichen Autorennen verletzt und später gestorben ist. Zwei Raser sollen sich in PS-starken Autos auf der zweispurigen Straße ein illegales Autorennen geliefert haben. Dabei kollidierte ein Fahrer mit dem Kleinwagen des 43-jährigen Todesopfers. Foto: Marius Becker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Nach Todesfahrt: Gesuchter Verdächtiger stellt sich
Bei einem mutmaßlichen Autorennen in Deutschland stirbt eine unbeteiligte Frau. Die Fahndung nach dem tatverdächtigen Unfallfahrer lief auf Hochtouren. Nun hat sich der 21-Jährige bei der Polizei gestellt.

Während des Rennens stieß der 22-jährige Kosovare mit dem Kleinwagen der Frau zusammen, die gerade in die Straße eingebogen war. Die 43-Jährige wurde herausgeschleudert und starb nach drei Tagen. Laut Gutachter soll der Unfallwagen bei dem Rennen auf bis zu 167 Kilometer pro Stunde beschleunigt haben.

Der 22-Jährige habe die Möglichkeit des Todes anderer Verkehrsteilnehmer erkannt und billigend in Kauf genommen, hatte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer argumentiert. Die Geschwindigkeit sei „halsbrecherisch“ gewesen.


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HANDOUT - 22.04.2019, Nordrhein-Westfalen, Moers: Das Auto einer Unbeteiligten steht auf einer Straßenkreuzung. Bei einem mutmaßlich illegalen Autorennen ist eine 43-jährige unbeteiligte Autofahrerin lebensgefährlich verletzt worden. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatten sich zwei Autofahrer am Montagabend in Moers ein Rennen geliefert, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Beide Fahrer hatten laut Zeugen stark beschleunigt und waren nebeneinander gefahren. Foto: ---/Polizei Duisburg/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++